Wassereinlass

Nicht nur die Akkus leisten Schwerstarbeit in einem Modell-Rennboot, sondern auch Motor und der Regler. Dies spürt man deutlich an der Wärmeentwicklung der drei Komponenten. Doch steht uns leider nicht wie bei den Fliegen Luft zum kühlen der Bauteile zur Verfügung. Zwei dieser Komponenten (Motor und Regler) lassen sich sehr einfach mit Wasser kühlen. Auch ein falsch abgestimmtes Rennboot durch falsch gewählter oder platzierter Hardware oder auch ein zu groß montierter Propeller können Akku, Motor und Regler schnell an ihre thermische Grenze bringen.

Warum Motor und Regler kühlen?

Hitze ist der größte Feind für beide Bauteile.

Motor – Durch starke Hitze entmagnetisieren die Magnete im inneren des Motors und nehmen somit Schaden. Durch das schwächere Magnetfeld sinkt die Leistung des Motors.

Regler – Zum Beispiel beim langsamem Fahren mit Halbgas wird im Regler viel Energie in Wärme umgewandelt. Daher muss die Wärme abgeführt werden um die Bauteile vor zu großen thermischen Belastungen zu schützen um den Tod des Reglers zu verhindern. Eine weiße Rauchwolke oder kaum auszuhalten Geruch zeigt den Tod deutlich an.

Wassereinlass:

Der Wassereinlass sollte je nach Rumpftyp immer so gewählt werden, dass

Das Wasser muss auch nicht einen Meter und mehr aus dem Auslass spritzen. Es reicht meisten aus, wenn konstant Tropfen aus dem Wasserauslass kommen.


Von den Bremsenklötzen (siehe Bild) kann man nur abraten. Sie Funktionieren zwar auch sehr gut, doch durch die große Bremswirkung (Strömungsverlust) erzeugt man zusätzlich Wärme da das Boot mehr Strom verbraucht.


Wasserauslass:

Der Wasserauslass sollte so montiert werden, dass man bei jeder vorbei Fahrt die Funktion der Wasserkühlung kontrollieren kann. Dazu wird meisten ein Messing-, oder Alurohr gut sichtbar an die Seite oder Deck einlaminiert und bündig mit dem Rumpf verschliefen.


1. Variante – Kühlwasseraufnahme im Rumpfboden

Diese Variante findet sehr häufig bei Monorümpfen und Katamarane (Cat) ihren Einsatz. Ein großer Vorteil dieser Variante ist der sehr kurze und fast unsichtbarer Kühlkreis.


2. Variante – Kühlwasseraufnahme durch das Ruderblatt

Diese Variante findet bei Katamarane (Cat), Outrigger und Hydroplanes ihren Einsatz. Es muss neben den langen Kühlkreis auch eine kaum messbare Bremswirkung des Rumpfes durch ein dickeres Ruderblatt in Kauf genommen werden.


3. Variante – Kühlwasseraufnahme am Heck oder Schwimmer

Diese Variante findet bei Monorümpfen, Outrigger und Hydroplanes ihren Einsatz. Hier muss eine geringfügige kaum messbare Bremswirkung in Kauf genommen werden.


4. Variante – Kühlwasseraufnahme hinter dem Propeller

Fazit: Nach jedem Fahrbetrieb sollten immer sämtliche Komponenten durch vorsichtiges Berühren auf Wärme kontrolliert werden. Eine spürbar höhere Temperatur als bei den letzen Fahrten kann auf einen möglichen Defekt eines oder mehrerer Bauteile hinweisen.



1. Variante – Kühlwasseraufnahme im Rumpfboden


Am Anfang war ich ein großer Gegner von dieser Variante. Aber inzwischen verwende ich bei MONO - Rümpfen nur noch diese, da sie eine saubere Sache ist und der Kühlkreis so kurz wie nur möglich wird. Diese Variante des Wassereinlasses versorgt den Motor und Regler nur bei einer Rechtskurve mit Frischwasser. Bei einem Hydroplane oder Katamaran kann diese Variante auch eingesetzt werden.


Bild „Mono-Boot“ – Bild „Primus“ – Bild „HPR06“


Bild 1 – Löcher bohren. Dazu zeichne ich mir mit Bleistift eine Linie parallel zum Kiel an. Mit einem 4mm Holzbohrer werden zwei Löcher in einem Lochabstand von 10mm gebohrt und im Anschluss mit einem Multischleifgerät und einer Trennscheibe zu einem Langloch verbunden. Nach dem Feinschliff mit einer Feile kann es weiter gehen.


Bild 2 – Um das Alurohr ohne knick biegen zu können führ ich in das Rohr ein altes Stück einer 2,2mm Flexwelle und einem Teflonschlauch ein. Man kann auch Zucker, Quarzsand und Vogelsand verwenden. Da müssen aber beiden Ende des Rohres verschlossen werden. Bei Verwendung eines Messingröhrchen es vor dem biegen im Bereich der Krümmung mit einem Gasbrenner ausglühen.


Bild 3 – Das Kühlwassereinlass wird an den Rumpf angepasst und entsprechend gekürzt.


Bild 4 – Das Röhrchen mit ein paar Tropfen Sekundenkleber am Rumpfboden fixieren.


Bild 5 – Einkleben des Röhrchen. Dabei verwende ich 24h Harz (L285/H285). Einen Teil des Harzes verdick ich mit Hilfe von Baumwollflocken zu einem dickflüssigen Brei. Für eine sauberer Oberfläche und Halt kommt zum Abschluss noch eine Lage 48g/m² Glasfasergewebe oben drüber.


Bild 6 – Der Kühlwassereinlass wird mit Hilfe einer Feile bündig mit dem Rumpfboden verschliffen.

2. Varianten – Kühlwasseraufnahme per Ruderblatt

3. Variante – Kühlwasseraufnahme hinter dem Propeller


Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de - Stand März 207