NOTAUS

Warum benötigt man ein NOTAUS an einem Boot?

Eigentlich ist es nur bei Wettbewerben Pflicht. Mittlerweile darf man bei dem ein oder anderen Powerboattreffen ohne NOTAUS-System bzw. FAILSAFE das Boot nicht ins Wasser lassen. Ich bin auch ein befürwortet, wobei trotz NOTAUS und FAILSAFE noch immer genügend Unfälle durch Leichtsinn und Blödsinn passieren. Das NOTAUS schützt in erster Linie das Bergebootpersonal, aber auch die Leute am Fahrerstand egal ob Wettbewerb oder Schaufahren.

Meine ersten Boote hatten auch kein NOTAUS-System wegen der Optik. Aber mittlerweile bekommt jedes neu aufgebaute Boot eins verpasst. Ich habe auch bereits ältere Boote umgerüstet. Mir gefällt vor allem, das man am Wasser den Akkupack mit aller Ruhe in den Rumpf legen kann um anschließend den Deckel abzukleben . Erst kurz bevor das Boot ins Wasser kommt wird die NOTAUSBRÜCKE eingesetzt und somit die Elektronik scharf gemacht. Ob jetzt zwischen dem abkleben und Fahrbeginn 5 Minuten vergehen oder sogar 30 Minuten spielt hierbei keine Rolle.


Zu erst muss eine passende Stelle gefunden werden. Es sollte aber auch darauf geachtet werden, dass die Kabeln so kurz wie möglich gehalten werden. Deshalb Akkupack, Motor und Regler an ihren späteren Platz legen und so die ideale Position für den NOTAUS mit einem Bleistift markieren. Anschließend zwei parallele Linie in einem Abstand von 15-30mm ziehen. Nun pro Linie zwei Markierung in einem Abstand von 10mm anzeichnen und mit einem 5mm Bohrer an den vier Markierungen Löcher bohren.


2 Löcher pro Linie werden mit Hilfe eines Lineals oder Geodreiecks zu einem Langloch verbunden und anschließend mit dem Multischleifer und einer Trennscheibe aufgeschnitten werden. Bevor die Kabel an die Goldkontaktbuchsen angelötet werden, müssen die 4mm Buchsen mit Hilfe einer Feile (Flach u. Rund) eingepasst werden. Danach die Unterseite des Decks mit einem Sandpapier für die spätere Verklebung leicht anrauen und gut mit Aceton reinigen.


Nun werden folgende benötigten Kabel angefertigt, 1x Buchse/Stecker und 1x Buchse/Buchse (Beachtete bitte euer Stecksystem). So kann zu Testzwecken die NOTAUS-Schleife umgangen werden. Denkt bitte auch daran, die Anschlusskabel mit einem Schrumpfschlauch gegen Überbrückung zu isolieren. Die vorgefertigten Kabel werden nun an ihren zukünftigen Platz mit ein paar Tropfen Sekundenkleber fixiert. Vorher natürlich die Buchsen leicht anrauen und von Fett reinigen. Während der Sekundenkleber trocknet, kann man sich schon das 24h Harz (L285/H285) anrühren. Ein Teil des Harzes wird mit Baumwollflocken zu einem dickflüssigen Brei verrührt. Anschießend den Brei gleichmäßig um die Buchsen im Innenraum verteilen. Zum Abschluss für eine saubere und stabilere Verklebung wird noch ein kleines Stück Glasfasergewebe auf einer Glasplatte oder ein mit Frischhaltefolie überzogenes Brett mit 24h Harz getränkt und vorsichtig in den Rumpf eingeführt. Nun alles 24 Stunden bei Raumtemperatur trocknen lassen. Jetzt muss nur noch eine passende Kabelbrücke (Stecker/Stecker) erstellt werden.

Bürstenmotor

Bei Bürstenmotore ist es ratsam, das NOTAUS im Antriebsstrang zu platzieren. Das heißt, einfach in die Plusleitung zwischen Akkupack und Reglereingang. Warum? Ees gibt immer noch sehr viele Regler bzw. Empfänger, die bei Funkstörung das letzte Signal halten. Probiert es einfach mal aus. Gebt an euren Boot etwas Gas und haltet diese Position. Nun die Fernsteuerung ausschalten. Läuft der Motor weiter, dann hab ihr noch keinen eingebautes FAILSAFE im Regler bzw. Empfänger. Hat man nun den NOTAUS im BEC-Stromkreis eingebaut, läuft der Motor so mit Vollgas weiter.

Bürstenlose Motor (Brushless = BL)

Hier reicht es meistens, das NOTAUS-System in den BEC-Stromkreis einzubauen. Ist auch sehr sinnvoll, da die Kabel vom Akku zum Regler so kurz wie nur möglich gehalten werden sollen. Die maximale Kabellänge entnimmt ihr bitte der Bedienungsanleitung des Reglers.

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de - Stand Dezember 2006