Ladegerätkoffer

Dass Motto für dieses Projekt lautet,

auch rohe Eier haben ihren eigenen Koffer!

Mein erster Ladegerätkoffer mit vielen praktischen Sachen!

Bereits meine beiden GRAUPNER ULTRA DUO PLUS 30 Lader hatten ihren eigenen Koffer mit einigen Sonderausstattungen (siehe Bild). Neben einen Akku-Kühlschacht und einer Ablagebox für die verschiedenen Ladekabel hatte dieser Koffer sogar Platz für einige Akkupacks. Die Trennwände der Fächer waren Variabel und konnten je nach Bedarf gesteckt werden. Leider störte mich an den beiden Ladegeräten die TIMEOUT - Funktion (300min. begrenzt) und das schonende Laden der Akkus. Aber egal! Ich hatte Glück und konnte mir noch zwei gute alte SIMPROP NC-MANGER II PLUS unter den Nagel reißen! Den einen schoss ich günstig bei eBay, den anderen fand ich auf einer Modellbaubörse für wenig Geld. Auch diese beiden Lader brauchen zum Werterhalt ein gutes zuhause. Somit ging es erst einmal ab in den Baumarkt um Material zu kaufen. Neben den Alukoffer nahm ich auch gleich eine Aluminiumplatte und Leisten mit. Denn Rest sollte ich noch im Keller haben. Im Hobbykeller stand er nun vor mir und leider auch viele Fragenzeichen!


·        Welche Aufteilung?

·        Wo soll was hin?

·        Lüfter ja oder nein?


Erste Skizze vom neuen Innenleben!

Fragen über Fragen die vor dem Bau geklärt sein sollten. Na ja! Ich machte mir erst einmal ein paar Skizzen auf Papier! So konnte ich verschiedene Varianten durch spielen und konnte mich so natürlich auch leichter entscheiden. Dazu wurden die Maße des Koffer und der beiden Ladegeräte abgenommen und auf das Papier übertragen! Vorher legte ich natürlich einen Maßstab fest. Somit waren schnell ein paar Skizzen erstellt. Doch wie so oft, war der erste Entwurf der beste. Es wird wirklich nur ein Koffer der die beiden Ladegeräte beinhaltet! Soll aber trotzdem auch die ein oder andere Sonderausstattung bekommen! Was weis ich selber noch nicht! Ich hoffe während dem Bau kommen noch ein paar gute Ideen dazu! Ich würde mal sagen, ab an den Bau!


Als erstes musste die Schaumstoffisolierung an den Seitenwänden raus! Geht relativ schnell da man bei einem Koffer der 10 Euro Preisklasse keinen robusten Luxuskoffer erwarten darf. Zu dem handelt es sich hier auch nicht um einen reinen Aluminiumkoffer. Innen Holz und außen eine dünne Alufolie. Aber OK! Der alte war auch in der Preisklasse und der lebt heute noch! Obwohl wenn alle Akkupackplätze belegt waren hatte ich immer große Angst, dass ich irgendwann mal nur noch den Griff in der Hand halte. Wenigstens sind die Eckleisten aus Alu und ich bau jetzt noch etwas Alu rein damit der seinen Namen gerecht wird. Dazu hab ich einige gleich große Stücke aus einer Winkelleiste geschnitten und mit Löcher versehen. Diese verteile ich im Koffer direkt unter der Verschlusskante. Mit Hilfe einer Nietzange und Nieten wurden sie mit der Kofferwand verbunden. Punkt eins wäre abgehakt. Aber zur großen Aluminiumplatte. Aus dieser schnitt ich mir ein passendes Stück aus. Mit einem Eisenlineal und einem scharfen Tapetenmesser ging dies sehr schnell. Mit der Stichsäge bzw. Laubsäge hätte es mir zu lange gedauert. Zudem ist die Alu-Platte nur 1mm dick. Das hätte mir im Anschluss viel Zeit zum gerade klopfen und natürlich einige Zeit mit der Feile beschert. Noch schnell die scharfen Kanten gebrochen und dann ging es Nonstop weiter im Plan. Mit einem Bleistift zeichnete ich die Mittellinie auf der Platte an. Dann teilte ich beiden Hälften gleichermaßen auf und positionierte die einzelnen Komponente. Mit vollem Tatendrang ab zum nächsten Punkt! Das erste Highlight des Ladegerätkoffer wurde eingefügt. Die Ladegeräte werden ja mit 12V betrieben, deshalb will ich den Koffer zu einem per Bananenstecker zu Hause am Netzteil und zum anderen am Wasser per Polklemmen an die Autobatterie anschließen können. Dazu suchte ich aus meiner persönlichen Elektro-Fundecke die passenden Teile raus. Zum Glück hebt man ja alles auf. Glaube, die Teile sind noch von den beiden ULTRA - Ladern übrig. Ab zur nächsten Sonderausstattung! Ihr kennt es ja bestimmt selber! Am See sieht man die Batterie vor lauter Klemmen nicht mehr. Ein Kabelsalat ohne Ende. Hier meine Lösung! Ich setzt in die Platte je 2 schwarze und 2 rote Buchsen ein. So zu sagen als Verteilerbox. Mit dem einen Anschluss versorge ich den Koffer mit Strom, mit der anderen kann ich weiter auf meinen Akkukühlschacht oder andere Geräte gehen. Dann warf ich mal den Lötkolben an und fertigte die ersten Teile an. Highlight Nummer 3! Jeder Lader soll einen eigenen Ein- und Ausschalter haben! Eigentlich kein richtiges Highlight! Hatte ja bereits mein alter Koffer. Na ja! Dann sollen wenigstens die Lüfter wahlweise und getrennt zu den Ladegeräten ihren Dienst erfüllen dürfen. So wurde je ein Lüfter auf der linken Seiten mit je einen Lüfter auf der rechten Seite verkabelt. Der eine bläst Luft in den Koffer, der andere fördert die heiße oder besser gesagt Lauwarme Luft wieder raus. Somit musste ich vier Aussparungen für die Schalter in die Abdeckplatte schnitzen! Kaum mit dieser Arbeit fertig, macht ich mir schon neue! Man hätte ja auch beide Ladegeräte mit doppelseitigen Klebeband in den Koffer kleben können! MIST! Warum denk ich erst jetzt daran! Na, egal! Jetzt bin ich schon so weit! Also gleich noch die Aussparungen für die vier 40x40mm Lüfter. Auf Lüftungsgitter wollte ich am Anfang verzichten! Aber schaut euch einfach die Bilder an! Hab dieses Highlight leider nicht so gut hin bekommen und so machte ich erst einmal das Licht im Keller aus! An irgendeinen anderen Tag geht es schon mal weiter! Ich war mal wieder Enttäuscht und selber mit meiner Leistung nicht zufrieden! Somit heißt es erst einmal Baustop! Es kommen bestimmt wieder bessere Tage!

Es vergingen ein paar Tage, Wochen, Monate aber keine Jahre! Und so ging es nun endlich mal am Koffer weiter!

Ich entschloss mich nun doch für Metalllüftungsgitter. So musste ich erst einmal mit der Laubsäge die verhunzten Öffnung beseitigen. Mit einer Feile erfolgte der Feinschliff. Im Anschluss montierte ich die Lüfter und verkabelte diese mit den Schaltern und Bordspannung. Nun mussten die beiden Lader ihre Federn lassen. Die beiden Metallgehäuse wurde entfernt. Anschließend besuchten sie das erste mal ihr neues Zuhause. Dann demontierte ich das Display. Dieses ist mit zwei Flachkabeln mit der Platine verbunden. Einmal Steckbar, das zweite leider fest gelötet. Für eine spätere besser Wartung der Geräte entschloss ich mich, dies zu ändern. So wurde kurzer Hand umgebaut. Diese Umbaumaßnahme erleichterte mir gleich im Anschluss die Montage mit der Aluminiumplatte. Danach wurde der erste Lader von unten an die Platte geschraubt. Dazu hab ich mir passende Abstandshalter zurecht geschnitten. Da ich so lange M3 Schrauben nicht zuhause hatte, wurde kurzer Hand eine Gewindestange benutzt. Dazu klebte ich auf eine Seite je eine Mutter mit LOCTITE 648 (Schraubensicherungslack geht auch) fest. Nun konnte auch das zweite Ladegerät an die Platte geschraubt werden. Nach dem verkabeln kam natürlich der erste Funktion Test. Es klappt alles auf Anhieb! Da die Bootssaison noch nicht zu Ende ist, wurde der Koffer nicht gleich wieder zerlegt.

Im Winter will ich die Aluminiumplatte auf Hochglanz polieren. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit!

Aber es ist noch nicht Schluss! Es kam doch noch die ein oder andere Idee dazu. Im Deckel ist ja noch etwas Platz vorhanden! Aber was mach ich da nur rein?

Das GPS Gerät, der E-Logger von Eagle Three und das Infrarotthermometer bräuchten auch noch ein stabiles zuhause! Oder doch die beiden Heisszeit Entlader in den Deckel integrieren? Mmhhh!!! Da sind sie wieder! Fragezeichen ohne Ende! Das GPS-Gerät und das Thermometer wären eigentlich schnell mit Klettband am Deckel montiert. Aber so schnell wie man sie mit Klettband montieren kann, so schnell könnten die Zusatzgeräte in einen Unbeobachten Augenblick bei einem Schaufahren entwendet werden! Hier geht es aber rein ums teuerer GPS-Gerät und den E-Logger zur Telemetrieaufzeichnung. Eine Lösung muss her! Die Idee ist auf jeden fall schon mal nicht schlecht! Vielleicht findet sich noch irgendwo ein Platz für eine Ladekabel-Ablagebox!

Fragen über Fragen! Deshalb ist erst einmal BAUSTOPP angesagt!

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Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de Stand September 2006