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Bodeneffekt

Der Bodeneffekt tritt vom Boden aus abnehmend bis in eine Höhe auf, die etwa 1 - 1 1/2 Rotordurchmesser entspricht. Er kommt dadurch zustande, daß der sich drehende, normalerweise frei abfließende Rotorluftstrahl auf ein Hindernis (den Boden) auftrifft und ein Luftpolster bildet.

Dies bewirkt sowohl eine größere Hubkraft wie auch ein instabileres Verhalten des Hubschraubers da er quasi versucht vom Luftpolster zu gleiten. Bei größerer Höhe wird die Luft in den freien Raum geblasen - der Bodeneffekt ist nicht spürbar und die Hubkraft ist verringert.


Autorotation

Autorotation ist der antriebslose Gleitflug eines Hubschraubers, bei dem der Hauptrotor mit negativer Blatteinstellung durch die beim Sinkflug anströmende Luft auf hoher Drehzahl gehalten wird. Die dadurch gespeicherte Drehenergie läßt sich beim Abfangen des Hubschraubers durch positive Blatteinstellung in Auftrieb umsetzen. Dies ist natürlich nur einmal möglich. Somit ist sowohl ein Manntragender als auch ein Modellhubschrauber in der Lage, bei Motorausfall sicher zu landen.

Diese Autorotationslandung stellt jedoch an den Piloten sehr hohe Anforderungen in Bezug auf Schätz- und Reaktionsvermögen. Er kann den Sinkflug nur einmal - weder zu früh, noch zu spät - abfangen. Deshalb ist für den Flugzustand Autorotation sehr viel Übung erforderlich.

Drehmomentausgleich

Der drehende Rotor erzeugt ein Moment, das versucht, den ganzen Hubschrauber in entgegengesetzter Richtung zu drehen. Dies muß genau ausgeglichen werden, was durch Blattverstellung des Heckrotors geschieht. Mit dem Heckrotor wird gleichzeitig die Richtung um die Hochachse gesteuert.

Schwebeflug

Dies ist der Zustand, in dem der Hubschrauber ohne sich nach einer Richtung zu bewegen, an einer Stelle verharrend fliegt.







Dieser Bericht ist wie immer ohne Gewähr!

Stand September 2007