Primus

von Stephan Lindenau - www.team-lindenau.de

Stephan Lindenau liefert bei der Primus wie immer eine ausführliche

Bauanleitung mit. Da diese aber keine Erweiterung

oder Verbesserung benötigt (da sehr Umfangreich), bleibt mir nur eins,

Bilder vom Bau machen und diese hier ins Netz zu stellen!

Der nagelneue Rumpf von oben, innen und unten.

Daneben der Competition Ausbausatz mit der 3,2mm Flexwelle und der verstellbaren Ruderanlage.



Auch bei der Primus wurde nach dem Auspacken und dem ersten begutachten ein Bootständer gebaut. Danach wurden das so wichtige Unterwasserschiff mit Kreppband (Malerband) abgeklebt. Dies bietet Schutz vor Kratzer und Klebstoffspuren beim bau. Danach wurde die mitgelieferte Bauanleitung aufmerksam gelesen und dann konnte es eigentlich auch gleich los gehen. Der Ruder- und Wellenausleger wurde in den Heckspant eingeklebt und anschließend die Flutwand. Diese war zum Glück dabei. Diese selbst anzufertigen hätte mir sehr viel Zeit gekostet. Auch ich habe mal Glück!

Am nächsten Bautag stand der Wellendurchbruch und der Motorspant auf der Tagesordnung. Für den aus Kohlefaser gefrästen Motorspant muss ich mich bei Martin bedanken. Passt auf dem Millimeter in den Rumpf und ist für Motoren der 600er und 700er Baugröße gedacht. Solange der Spant noch nicht fest mit dem Rumpf verklebt ist, kann man sich noch den V-Winkel der Laufflächen auf seinen eigenen Fahrstill einstellen. Ich habe mich für 2° entschieden. Dieser Arbeitsschritt sorgte für Kopfschmerzen und sehr viel Zeitverlust. Bis der Winkel mal stimmte.

Der NOTAUS (soll ja auch HS14-Wettbewerbstauglich sein) fand im linken Schwimmer seinen Platz. Man man man! Ob ich den bei einem Hydroplane nochmal da hin mache! Die Primus forderte das erste mal mein Blut. Die Löcher waren ja schnell gebohrt, aber bis die Kabel drin waren .... nur nicht mehr daran denken und weiter im Plan. Ich hab mich entschieden, um den Rumpf eine bessere Steifigkeit zu geben, vorne mit Hilfe einer Kohlefaserstange zu verstreben.

Servohaltermuster wurde anschließend auf eine Kohlefaserplatte übertragen und ausgeschnitten. Danach mit ein paar Tropfen Sekundenkleber an seinen Bestimmungsort platziert. Mit Hilfe der im Bild zu sehenden Hilfsmittel wurde die Durchführung für die Ruderanlegung genau mittig eingeklebt. Jetzt noch schnell die Antenne und den Wasserauslass eingeklebt und dann war es mal wieder zu weit! Wer hat den schon wieder an der Uhr gedreht! Ab ins Bett! Morgen ist ja auch noch ein Tag!

Abschlussarbeiten! Wassereinlass eingeklebt und Kühlwasserkreis geschlossen. Fertig!

Nicht ganz! Ein Hydroplane benötigt ja noch eine Turnfinne damit sie auch so richtig schnell um die Kurve komm. Dazu habe ich eine Gewindestange dementsprechenden gekürzt und in den Rumpf geklebt. Finne noch schön scharf geschliffen und an den Halter geschraubt. Jetzt muss ich aber leider noch 24 Stunden warten bis das Harz trocken ist. Dann kann sie endlich kommen! Die erste Fahrt!

Für die ersten Fahrten habe ich den Akkupack mit einen Schrumpfschlauch zusammen geschrumpft und mit Klettband am Rumpfboden verankert. Da ich aber die Zellen auch in meinen anderen Booten (Predator, X'zess 2, Sigma etc.) fahren wollte ließ ich mir mal wieder was einfallen. Schaut euch einfach die Bilder an! Die erklären sich doch von selbst!

So, fahren tut sie schon mal gut!

Update 17.04.2006!

Bevor die Primus nun endlich Farbe bekommt will ich noch ein paar Sachen ausprobieren!

Da man bei jedem Boots-Typ durch scharfe Abrisskanten noch das ein oder andere Km/h heraus holen kann, klebe ich an den Laufflächen der Schwimmer eine 0,6mm dicke Kohlefaserplatte an. Dazu wurden die Laufflächen erstmal von Farbe befreit und schön angeraut. Danach reinigte ich die Fläche mit Aceton. Auch die Kohlefaserplatte raute ich noch mal schön an. Ein Seite ist Hochglänzenden und die Rückseite (Bild oben) ist eh schon schön rau. Dann rührte ich mir 24h Harz an. Einen Teil vom Harz zweigte ich ab und mischte sehr weinige Baumwollflocken unter. Dieser dünnflüssige Brei verteilte ich mit einer Rasierklinge auf den Laufflächen. Die Kohlefaserplatten strich ich noch mit 24h Harz ein. Danach wurden sie auf die Laufflächen geklebt. Die CFK-Platte ist etwas größer als die Laufflächen. So muss man beim verkleben nicht auf den Millimeter genau achten. Der Überstand wird nach dem aushärten des Harzes einfach weg geschliffen. Um die Kohleplatte plan auf die Laufflächen zu bekommen hab ich mir aus 4mm dicken Stahlplatte Streifen zurecht geschnitten. Mit Hilfe der Zangen werden die beiden Platten an den Rumpf gepresst! Naja! Jetzt muss ich 24 Stunden warten! Danach wurden die Kanten passend geschliffen und geschärft. Da sich eine glatte Oberfläche am Wasser fest saugt, wurde die Oberfläche mit einem 600er Wasserschleifpapier in Längsrichtung aufgeraut. Ich hoffe, ich konnte das Fahrverhalten so noch mal steigern!

Update 23.04.2006 - Komme gerade vom Wasser! Endlich läuft die Primus so wie ich es mir vorgestellt habe. Bei der nächsten Fahrt werde ich mal das GPS mit an Bord nehmen. Bei Glattwasser fährt sie auf dem letzten Millimeter der Laufflächen. Die Primus hat ein schönes Fahrbild und mit den 42er Carbon Propeller und dem 700er Neodym an 14x 3300er Zellen eine Fahrzeit von 8,36 Minuten. Vor der nächsten Fahrt muss ich nun den Strut leicht verstellen.

Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander: Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Leider ist dieses Rechenbeispiel pure Theorie, da das Zauberwort hierbei „Abstimmung“ heißt.


Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de Stand Februar 2005