NINYA

Technische Daten:

Länge: 495mm

Breite: 305mm

Gewicht (leer) : ca. 280g

Klasse: Hydro I

Hersteller: www.hopf-modelltechnik.de






Innenraum

Unterwasserschiff

Struthalter mit Wellenanlage







Bauanleitung:

Bereits am Tag zuvor hab ich den Heckspiegel verstärkt. Dazu rührte ich mir ein paar Gramm 24h Harz (L285/H285) an und mischte etwas Baumwollflocken unter. Damit das ganze eine schwarze Farbe erhalten hat, kam noch eine Messerspitze gemahlenes Kohlefaserpulver rein. Der Heckspiegel wurde im Innenraum angeraut und mit Aceton gut gereinigt. Danach stellte ich den Rumpf Hochkant auf das Heck und goss den Harzbrei in den Rumpf. Nun muss das Harz über Nacht bei Raumtemperatur trocknen damit es am nächsten Tag weiter gehen kann.

Als erstes wurde die Luftdurchführung auf beiden Seiten mit dem Multischleifer vorsichtig ausgefräst und im Anschluss mit einer Schlüsselfeile und Sandpapier geglättet. Danach kümmerte ich mich um das anbringen des Ruderausleger und dem Struthalter. Dazu hilft mir immer ein Stück Klebeband (Bild 1). Die Klebefläche zeigt Richtung Rumpf. So sind die Befestigungslöcher schnell und einfach übertragen. Bevor ich die Komponenten anschrauben konnte wurde das Heck plan geschliffen. In den Strut klebte ich mit Loctite 648 M3-Gewindebolzen aus Edelstahl ein. Nun konnte das Loch für die Ruderanlenkung ermittelt und gebohrt werden. Eine Messinghülse wurde als Verstärkung eingeklebt. Im Innenraum steht das Röhrchen ca. 8mm raus damit zur Abdichtung noch ein Faltenbalg drauf passt. Damit das Gestänge Sauber und Reibungsarm arbeiten kann, erhielt die Durchführung noch ein Teflonschlauch verpasst. Jetzt noch schnell ein 4mm Loch für die Antenne gebohrt und eine Aluhülse eingeklebt. Dann wurde es Zeit das Licht in der Werkstatt aus zu machen.

Servo- u. Motorhalterung standen heute auf dem Plan. Beides fertigte ich aus einer 2,5mm dicken Kohlefaserplatte an. Dazu klebe ich die Platte immer mit Malerband ab. Darauf kann man sehr gut mit einem Kugelschreiber oder Bleistift schreiben. Das Ausschneiden wurde mit einer Stichsäge bewältigt. Nach dem Löcher bohren konnten die Halterungen an den Rumpf angepasst werden. Auf die Rückseite des Servohalters klebte ich M3 Stoppmutter an. So kann man den Servo leichter aus- u. Einbauen. Der Motor kommt in den Heckbereich. So erreiche ich den Schwerpunkt besser und hab noch viel Spielraum um den SW für verschiedene Windverhältnisse einstellen zu können. Als Motor kommt ein Lehner 1920 rein.

Motorhalter wurde bereits am Tag zuvor mit Baumwollflocken und Sekundenkleber an ein paar Punkte im Rumpf fixiert. Mit Hilfe eines Teflonschlauches hab ich das Wellenrohr an den Rumpf angepasst. Damit es etwas leichter geht, hab ich das Messingrohr vorher ausgeglüht. So lässt es sich leichter biegen. Bevor nun das Stevenrohr mit ein paar Tropfen Sekundenkleber am Rumpf fixiert werden konnte, überprüfte ich die Position noch einmal. Danach rührte ich mir 24h Harz (L285/H285) an. In die Ecken drückte ich etwas Baumwollflockenbrei. Für eine besser Verklebung legte ich noch eine Lage Glasfasergewebe darüber. Nun muss alles über Nacht gut trocknen. Morgen kommt die Elektronik an Bord. Jetzt muss mir nur noch eine Lösung für die Turnfinnenbefestigung einfallen.

YGE 120 NAVI - Lehner 1920/6 - 8x 3700er Schumacher – 34,5er Carbon Prop

13. Mai 2007 – 1. Fahrt

Damit ich ideale Verhältnisse am Wasser vor finde, klingelte der Wecker bereits um 7 Uhr. Akku geladen und kurz nach 8 Uhr am Wasser angekommen. Spiegelwasser! Super. Akkus in den Rumpf und abgeklemmt und ab damit ins Wasser. Das Gas langsam auf gemacht und siehe da! Ein Energie sparender Start mit Halbgas ist sehr gut möglich. Die Ninya beschleunigt sehr schnell und gutmütig. Nur hebt sie mit dem 34,5er Prop bei Topspeed frech die Nase. Also ab ans Ufer und einen 36er Carbon montiert. Sie da, nun macht sie ein schönes gutmütiges Fahrbild da der 36er Prop etwas mehr Lift macht. Kurven sind auch ohne Turnfinne sehr gut möglich. Vorsichtig tastete ich mich ans max. Limit heran und schon lag sie auf dem Dach. Morgensport war angesagt. Schlauchboot aufgepumpt und ab zur Ninya. Danach fuhr ich den Akku leer. Der Innenraum ist trotz 10 Minuten am Dach treiben Staub trocken.

Mein Fazit: Ein tolles Boot das sein Potenzial noch nicht gezeigt hat. Es steckt noch mehr drin. Speed laut GPS 70,9km/h. Bin nur am überlegen den Motorspant um 10-15mm weiter nach vorne zu setzen um den Schwerpunkt besser einstellen zu können.

Nach der 3. Fahrt habe ich mich nun doch entschlossen noch einmal umzubauen. Mir bleibt nur 1cm hin zur Spitze um den Schwerpunkt bei Rauwasser mit Hilfe des Akkupacks weiter nach vorne zu legen. Deshalb kurzer Hand den Motorspant wieder raus gedremelt. Klar ist auch, das die Wellendurchführung auch neu angepasst werden muss. Mit der neuen Motor Position gewinne ich reichlich Einstellmöglichkeiten. So kann ich nun den Schwerpunkt weit vor und hinter die Abrisskante des Schwimmers (Sponsons) verlegen. Parallel zu dieser Aktion bau ich auch endlich die Turnfinne an.

Fortsetzung folgt!

Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.RC-Silverboats.de - Stand Mai 2007