Miss Budweiser von Heiko Danz

Länge: 520mm – Breite: 300mm – Gewicht: 334g – Klasse: Hydro I

Bevor der Bau aber beginnen kann, muss ich erstmal ein wenig ausholen.

Will ja schließlich die Loorbeere nicht komplett alleine einstecken! In den nächsten Bilder seht ihr wie viel Arbeit und Zeit Heiko Danz investieren musste bis ein fertiger Rumpf entstand. Angefangen von der Idee bis hin zum ersten Wasser Einsatz.

Hier nur mal eine kleine Auswahl an Bilder. Mehr Bilder und was zum lesen findet ihr im RC-Raceboats-Forum.

www.rc-raceboats.de - Onlinebaubericht 7Zellen-Hydro

Na ja! Dann spuck ich mal in die Hände und packen das Teil mal aus!

Es klingelt an der Tür. Hoffentlich ist es der Postbote und hat das schon lang ersehnte Paket unterm Arm.

Ich hatte Glück und packte gleich aus. WOW! Sprachlos.

Nach einer Stunde war der Mund vor lauter Bewunderung wieder zu und der Sabber getrocknet. Da hat Heiko wieder was tolles auf die Beine gestellt. Also ab an die Arbeit. Zunächst hab ich erstmal auf der Unterseite die Mittellinie per Bleistift angezeichnet. Anschließend wurde 3mm parallel neben der Mittellinie eine weitere Linie nach rechts (Fahrtrichtung, Fahrlage) somit als an der Unterseite nach links. 60-70mm vom Heck entfernt sollte in etwa der Wellendurchbruch liegen! Aber später mehr! Hab mich aber dann doch erstmal entschlossen, den Rumpf vorne etwas besser zu versteifen. Dazu hab ich auf beiden Seiten auf gleicher Höhe ein Loch gebohrt und eine 6mm Kohlefaserstange durch geschoben und mit ein paar Tropfen Sekundenkleber fixiert. Dann kümmerte ich mich um den Ständer. Viele wissen es ja bestimmt schon, das ist bei mir eigentlich immer Schritt Nummer 1. Der Bootsständer leistet mir bereits beim bau wertvolle Dienste. Das Material hab ich mir schon ein paar Tage vorher organisiert.

Ein paar Gedanken vor dem Baubeginn!

Welcher Lehner Motor soll rein? 15er oder 19er Serie?

Im ersten Bild seht Ihr einen 1525/8 im Rumpf mit 8 Zellen. Damit sollten 65-70km/h drin sein oder doch lieber wie im zweiten Bild einen 1920/6 an 8 Zellen, dann sollten die 90km/h Marke wackeln! Schwere Entscheidung. Die Miss soll zwar schnell gehen, soll aber wieder rum ein schönes beherrschbares Fahrbild liefern. Will ja schließlich nicht im Minutentakt schwimmen gehen. Na ja! Da schlafen wir mal noch mehrere Nächte darüber. Ab zum Hardware Check. Ein H&M Hydro 1 Ruder und ein Ersatzstrut von der Micro Drifter liegen noch so rum und wurden mal mit Hilfe von Klebeband am Rumpf befestigt. Sollte doch passen. Oder doch nicht? Auch darüber schlafen wir mal noch ein paar Nächte. Fakt ist aber, der Miniservo hat bereits seinen Zukünftige Platz gefunden.

Der erste Schritt ist getan. Nun kann es in den nächsten Tagen Stück für Stück weiter gehen.

Heizungsisolierung dienen der Miss Budweiser als sanfte Auflage auf dem Ständer. Nach dem Fertigstellen des Bootsständers ging es an den Ruderausleger und Servohalter.

Der Ruderausleger und Servohalter sollen aus einem Stück sein. Dazu schnitt ich mir aus einer 2mm Kohlefaserplatte ein passendes Stück aus. Anschließend wurde es mit Hilfe der Feile an den Rumpf angepasst. Zuvor hab ich noch mit dem Dremel einen Schlitz in den Heckspant gemacht. Die Aussparung für den Servo hab ich mir markiert und ausgeschnitten. Dann wurde alles zum erstenmal als Einheit in den Rumpf gelegt und mit Klebeband das Ruder befestigt. Ob der Ruderausschlag reicht? Wird beim einlenken der Propeller angehen? Fragen über Fragen! Na ja! Es ist ja schon spät. Licht aus für heute.

Nach einigen Monaten geht es nun endlich weiter mit der kleinen Miss. Zu erst passte ich den Deckle an den Rumpf an. Danach stand die Flügelbefestigung auf dem Plan. Dazu wurden die beiden Seitenteile unten aufgeschnitten. Anschließend erstellte ich mir eine Schablone für die späteren Halter. Als die Schablone für gut befunden wurden, übertrug ich sie auf eine 1,5mm Kohlefaserplatte und schnitt die beiden mit Hilfe der Stichsäge (Metallsägeblatt) aus. Dann kümmerte ich mich um den Rumpf. Die Position der Flügel wurde nach einigen Minuten gefunden und grob markiert. Bevor ich mit den Multischleifer und einer Trennscheibe ein Schlitz einschneiden konnte, wurde die spätere Position auf beiden Seiten genau vermessen und angezeichnet. Die Linien dienen mir später beim einkleben als Orientierungshilfe. Die Kohlefaserhalterungen berühren den Rumpfboden. So kann ich sie besser einkleben damit sie auch mal einen Abflug überleben. Bevor ich das Licht für heute in der Werkstatt ausgemacht habe, erstellte ich mir noch auf die schnelle einen Halter für den Strut.

Für den Halter schnitt ich mir ein passendes Stück aus einer Kohlefaserplatte aus. Ein kleiner Wellenkasten (wenn man das so nennen darf) bietet dem Strut mehr Spielraum und Verstellmöglichkeiten.

Nach dem anpassen an den Rumpf wurde der Struthalter mit Hilfe einer starren Welle ausgerichtet und mit Sekundenkleber fixiert. Ich hoffe, das ich den Wellenwinkel und die Wellenhöhe richtig gewählt habe. Ein weiters verstellen nach unten ist nachträglich sehr gut möglich. Nach oben hab ich leider keinen weiteren Platz zur Verfügung. Nun konnte der zuvor grob ausgeschnittene Wellenkasten passend gemacht werden. Dazu hab ich in den Ecken je ein Loch gebohrt und mit dem Multischleifergerät und einer Trennscheibe zu einem großen Loch verbunden. Die Feinarbeit mit einer Feile folgt nach dem der Halter in den Rumpf ein laminiert ist.

Für einen ersten Test wurde ein 42er Propeller montiert. Damit wurde der Lenkeinschlag kontrolliert ob dieser bei Vollanschlag am Propeller angeht oder nicht.



FORTSETZUNG FOLGT!









Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Leider ist dieses Rechenbeispiel pure Theorie, da das Zauberwort hierbei „Abstimmung“ heißt.


Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.deStand Januar 2007