MicroDrifter die zweite!

von Hydro&Marine

Technische Daten: Länge: 470mm - Breite: 160mm - Gewicht (leer): 290g

Hardware: Lehner 1525/8 - 8, 10 oder 12 Zellen GP's 2200 - Regler 70A Hacker

Conrad Mini Servo RS-101 MG BB - Ruder und 2,2mm Wellenanlage



1.2.3.

Aus dem vielen Einzelteilen (Bild1) wurde nach kurzer Zeit ein stabiler Bootsständer. Wie immer ist dieser aus Heizungsrohr (12mm Kupfer) und CU-Lötmuffen zusammen gelötet. Ein Isolierschlauch dient dem Rumpf als Auflage.

4.5.6.

Einen Tag später kam endlich der Rumpf unters Messer. Aber wie bei jedem Boot hab ich die Laufflächen zum Schutz vor Klebstoffspuren und Beschädigungen erstmal mit schwach klebenden Klebeband (Malerband) abgeklebt. Anschließend wurde die Rumpf Mittelline ermittelt. An Hand dieser Linie zeichnete ich den Wellendurchbruch mit einem Bleistift an. Da es ja meine zweite Micro Drifter ist, wusste ich genau wo das Loch hin musste. Somit konnte ich mir hier viel Zeit sparen. Zu erste bohrte ich hinten und vorne zwei Löcher, diese wurden dann mit Hilfe eines Dremels und einer Trennscheibe auf ein Langloch verbunden. Die Feinarbeit erledigte die Feile. Danach kümmerte ich mich ums Ruder. Dazu wurden 4 Löcher mit einem 3,0mm Bohrer gebohrt. Wie eigentlich immer wurden wieder am Heckspant von innen M3er Stoppmutter angeklebt. Somit kann ich das Ruder sehr leicht an und ab schrauben und durch den Kunststoffeinsatz ist diese Schraubverbindung zu 99,9% dicht! Mit der im Bild 6 zu sehenden Hilfsmittel wurde die Durchführung fürs Rudergestänge eingeklebt. Kurz bevor ich die Lichter in der Werkstatt für Heute aus gemacht habe, kümmerte ich mich noch schnell um die spätere Antenne. Wie immer das gute alte Strohhalm Prinzip (Antennen & Rumpfentlüftung im einen).

7.8.9.10.

Aus einer 2mm Kohlefaserplatte hab ich mir einen Designer-Akkuhalter gemacht. Diese werden später mal auf dem Tunnel geklebt und sollen auch bei einem Überschlag den Akku fest in der CFK-Akkuschalen halten. Diese Auktion kostete mir heute zwar viel Zeit, sieht aber einfach super aus. Für den Servohalter bliebt zum Glück auch noch ein paar Minuten am heutigen Tag über! Eine Schablone für den Akkuhalter kann man hier Downloaden!

11.

Heute wurde in der Werkstatt mal wieder richtig sauber gemacht! Muss leider auch mal sein! Deshalb wurde heute nur der Motorspant hergestellt und alle Teile mit ein paar Tropfen Sekundenkleber fürs erste im Rumpf fixiert. Morgen will ich alles bombenfest mit 24h Harz und Glasfasergewebe für immer an den Rumpf kleben.

Ohne Bild!!! ;-)

Heute wurde alles bombenfest mit Luftfahrtharz L285 und Härter H285 (24Stunden Laminierharz) verklebt. Aber jetzt muss ich leider eine kleine Pause machen! Aber dafür ist mal wieder Zeit um die Werkstatt aufzuräumen!

12.13.

Nach dem das Harz nach 24 Stunden getrocknet war, konnte ich die Hardware montieren. Alle Kabel miteinander verbunden, Wasserkühlkreis geschlossen und Regler programmiert! Eigentlich fertig! Fehlt nur noch ein schönes Außenkleid (Cockpitscheibe, Werbeaufkleber etc.).

14.15.16.17.

Letzer Check bevor es zum ersten mal damit ans Wasser geht! Bei 10° Grad und leichten Regen will ich heute lieber nicht ins Wasser nur weil irgendeine Schraube locker ist! Leider wurde die MD mit 1300g nicht gerade leicht(12x 2200er GP's), ist aber auf der anderen Seite vielleicht nicht schlecht um den Rumpf parallel zur Wasseroberfläche zu halten! Ich hab ja hier schließlich ein Boot und keinen Segelfliegen gebaut! Oder doch??? Wir werden es sehen! Die Akkus hängen bereits am Ladegerät.

Den Strut hab ich parallel zu den Laufflächen eingestellt und habe zwischen Unterkante und Tischplatte 1mm Luft gelassen! Ab zur ersten Fahrt im kühlen Nass!

Deckel mit Cellpack abgeklebt und ab damit ins Wasser! Erst vorsichtig Gas geben, die ersten Runden noch nicht ohne Vollgas. Die Lenkung probiert, der Rumpf reagiert schnell auf eine kleinen Bewegung am Hebel. Naja! Dann mal den Gashebel aufs Pult legen (Vollgas). Schönes Fahrbild! Aber da fliegt das Staurohr für die Wasserkühlung weg! Kleber zu alt bzw. nicht sauber gereinigt etc. oder macht die Schraube einen so starken Druck??? Somit konnte ich nur noch ein paar Runden drehen und dann flog sie auch noch ab! Ich hatte aber Glück und sie landete wieder auf den Laufflächen. Also raus aus den Wasser und zurück in den Hobbykeller! Will ja morgen nochmal zum testen ans Wasser. Sollte ich morgen das GPS nicht zuhause liegen lassen, dann bin ich mal gespannt was dann im Display steht!



Endlich im Wasser!

Update 11. Juli 2006

Der 70A Regler ist SEHR HART an der Grenze!

Spannung – Amper/Spannung – Watt/Akkukapazität (mAh)

Ich lag mit meiner Rechnung zwar richtig, dass ich auf der geraden ungefähr 60A brauche, war aber heute trotzdem sehr überrascht, als das Boot plötzlich und unerwartet mitten auf dem See stehen blieb!

84,5A Höchstwert beim Beschleunigen mit 8 Zellen waren heute für den Regler doch zu viel! Fahre nun seit Oktober 2005 mit diesem Setup ohne Problem! Ich denke mal, es hat an der Wasserwärme im See gelegen! Das Wasser ist nun mal im Herbst bzw. Frühjahr wesentlich kühler! Aber keine Sorge! Der Regler lebt noch. Auf einmal ging nichts mehr. Also raus geschwommen, Boot gerettet, aufgemacht und nichts gesehen bis auf eine kleine Rauchwolke! Ein Kondensator hat etwas Dampf abgelassen! Die Restlichen 1.000mAh hab ich dann noch ohne Problem aus dem Akkupack raus fahren können! Somit seht ihr! Wenn ihr auch einen 70A Regler verwendet, dann muss am Boot wirklich alles 100%ig funktionieren!

Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de Stand Oktober 2005