AirHead

Alle guten Dinge sind 3!

Technische Daten:

Länge: 720 mm

Breite: 250 mm

Gewicht (leer) : ca. 310 g

Klasse: Mono II

Hersteller: www.rc-raceboats-world.de


Ein weiterer Rumpf der "Bodeneffekt"-Reihe - das Boot fliegt sprichwörtlich über das Wasser.
Gewinner der Klasse Mono2 auf der Elektroregatta 2004 in Prag und der erste Mono2-Rumpf der im Wettbewerb jemals die 25 Runden in einem "full heat" erreicht hat.





Unterwasserschiff

Heckansicht






Vorwort:

Die erste Predator (SchiffsModell-Heft Mai 2007) fand ja dank eines Internetauktionshaus einen neuen Besitzer. Die zweite Predator ging ins Alpenvorland und macht hoffentlich immer noch den Schliersee unsicher.

Wie sagt das Sprichwort: „Alle guten Dinge sind drei!“

Nein! Ich finde, die „AirHead“ (ehemalige „Predator“) ist eines der schönsten Rennboote was es am Markt gibt. Die flache schnittige Form hat doch was, oder nicht? Aber nicht nur wegen der (Sorry) geilen Form bau ich nun meine dritte auf. Die beiden Vorgänger waren sowohl für den Betrieb eines 700er Blechmotor oder 600er Brushless an Nimh ausgelegt.

An der „AirHead“ werden viele Dinge anders.. Neben einem verstellbaren Flex Trimm Antrieb von Hydro & Marine und einem Brushless im Heck montiert lernt die „AirHead“ mit der LiPo-Technologie hoffentlich buchstäblich das Fliegen noch einmal neu.

KEEP THE BOATS IN THE AIR

Ab an die Arbeit.

Nach fast zwei Jahr Modellbau Pause kehr ich nun zurück in den Hobbykeller. Ok, es warten ja noch einige bereits begonnene Projekte auf mich, aber ich brauche erst einmal wieder ein gutes Stammpferd im Stall was bei jeder Wetterlage und Jahreszeit eine gute Figur auf dem Wasser macht.

Wie ihr seht, verfasse ich auch für den dritten Aufbau einen ausführlichen Baubericht. An dieser Stelle bleibt mir nur noch eins übrig, euch beim lesen viel Spaß zu wünschen.

Bauanleitung:

Am ersten Bautag ist nicht viel geschehen, wie man auf den Bildern ja gut erkennen kann. Als erstes wurde eine 1,5mm Kohlefaserplatte mit Kreppband (Malerband) beklebt. Mit dieser Maßnahme konnten die Umrisse des Heck der „AirHead“ einfach auf die beklebte Seite der Platte übertragen werden. Mit Hilfe einer mit Diamant besetzten Trennscheibe wurde per Multischleifgerät die Heckplatte (so nenn ich sie jetzt einfach mal) grob mit ein paar Millimeter Überstand ausgeschnitten. Die hochglänzende Oberfläche auf einer Seite der Kohlefaserplatte wurde mit einem groben Schleifpapier entfernt und aufgeraut. Am Heck wurde mit einem Schleifklotz (Schleifpapier, Sandpapier) die Farbe entfernt und die Oberfläche ebenfalls für eine bessere Verklebung aufgeraut. Beide zu verklebenden Teile wurden gründlich mit Aceton gereinigt. Im Anschluss an diese Arbeit konnte 24h Harz (Laminierharz L285/H285) mit einem Anteil Baumwollflocken angerührt werden. Eine kleine Messerspitze gemahlenes Kohlefaserpulver färbte das ganze schwarz ein. Beide Klebeflächen wurden mit dem dickflüssigen Brei bestrichen und mit einander verklebt. Die „AirHead“ musste leider eine Nacht lang in senkrechter Position in der Mülltonne verbringen. Dabei wurde die Kohlefaserplatte mit Gewichten beschwert.

Ich gebe es ehrlich zu, den Geruch von Aceton und Laminierharz hab ich schon etwas vermisst! ;-)

Jetzt aber noch ein paar Worte zu der Heckplatte aus Kohlefaser. Im großen und ganzen ist diese Aktion zwar keine Zeitverschwendung, dient aber in erster Linie der Optik. Wie ihr zu einem späteren Zeitpunkt im Baubericht sehen werdet. In zweiter Linie erhält man so am Unterwasserschiff eine scharfe Abrisskante was die Fahreigenschaften geringfügig verbessert.

ACHTUNG: Der Umgang mit Aceton und Laminierharz ist nicht ungefährlich, daher bitte nur in gut belüfteten Räumen und mit Schutz (Handschuhe, Atemmaske) arbeiten.

Am zweiten Bautag wurde zunächst der Überstand der Kohlefaserplatte beseitigt. Eine Diamantfeile leistete hier zu gute Dienste. Im nächsten Arbeitsschritt wurde die Mittellinie am Heck ermittelt. Der Flex Trimm S von Hydro & Marine wurde 2 mm parallel links (von hinten gesehen) an der Mittellinie ausgerichtet und die Löcher für die Befestigung angezeichnet. Das Ruder findet mittig 40 mm rechts neben der Mittellinie seinen Platz da die „AirHead“ mehr im Uhrzeigersinn unterwegs sein wird. Ein mittig hinter dem Propeller platziertes Blatt würde nur unnötig Unruhe durch die vom Propeller verursachte einseitige Druckeinwirkung auf das Ruderblatt mit sich bringen. Sämtliche Befestigungslöcher wurden mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt, kontrolliert und im Anschluss aufs richtige Maß aufgebohrt. Mit den mitgelieferten Schrauben und der Befestigungsplatte wurde der Powertrimm an das Heck geschraubt. Edelstahlschrauben (M3) halten das Ruder fest am Rumpf. Der Ruderausleger wurde so hoch wie nur möglich angebracht damit er bei Kurvenfahrt nicht die Wasseroberfläche berührt. Da leider nur noch ein Strut-Ruderausleger (Hopf-Modelltechnik) in der Schublade lag, wurde dieser kurzer Hand in die Fräsmaschine eingespannt und abgeändert.

Nun musste nur noch das Ruderblatt passend gekürzt werden.

HINWEIS: Im Bereich Workshop findet ihr eine Anleitung wie man die Befestigungslöcher von Anbauteile wie den Ruderausleger einfach ohne groß zu Messen an den Rumpf übertragen kann.

TIPP: Bei Kohlefaser empfiehlt es sich, erst mit einem kleinen Bohrer vorzubohren um ein eventuelles verlaufen des Bohrer im Material zu vermeiden.

Nun musste nur noch das Ruderblatt passend gekürzt werden.

HINWEIS: Im Bereich Workshop findet ihr eine Anleitung wie man die Befestigungslöcher einfach ohne groß zu Messen an den Rumpf übertragen kann.

TIPP: Bei Kohlefaser empfiehlt es, erst mit einem kleinen Bohrer vorzubohren um ein eventuelles verlaufen des Bohrer zu vermeiden.


Verbaute Zutaten:

Flex Trimm S (alte Version) von Hydro&Marine



Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.RC-Silverboats.de - Stand Oktober 2009