Class 1 Cat HPR 115

Ein Hans-Peter Rotschi Cat – www.swissmodelpowerboatteam.ch



Ein Traum entsteht Stück für Stück.

Alleine die Lackierung benötigte 80 Arbeitsstunden.

An dieser Stelle muss ich mich erst einmal bei Markus Steinhöfel – www.ateliermst.de für seine zahlreichen Arbeitsstunden beim Lackieren bedanken. Sogar die Schriftzüge sind lackiert. Die Farben haben eine Leuchtkraft und spiegeln das Tageslicht in voller bracht.

Für dieses Projekt trennte ich mich von meinen bisherigen Katamaran DEFCON1 !

Zudem beginnt dieses Projekt mal ganz anderes!

Dazu komm ich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt!

Ihr wollt doch bestimmt erst ein paar Bilder und Daten sehen!



Länge: 1150 mm

Breite: 280 mm

Leergewicht: 1530 g

Kohlefaserrumpf

eingefärbter Glasfaserdeckel

Zellenzahl: 2x 16 - 24



Schon als die ersten Bilder vom noch halb fertigen Urmodell im Internet zu sehen waren, war es um mich geschehen!

Liebe auf dem ersten Blick!

Damals war noch nicht einmal die Form fertig und so musste ich mich in Geduld üben! Aber die hab ich bei dem Namen des Erbauers und Herstellers reichlich! Kein anderer als Hans-Peter Rotschi! Ein Name, der aus der Powerboatszene nicht mehr weg zu denken ist! Somit musste Peter und ich nicht lange überlegen und kamen zum Entschluss, die beiden Rümpfe direkt bei Hans-Peter in der Schweiz abzuholen! Der Tag rückte immer Nähe und die Vorfreude stieg Tag für Tag! Alleine der Weg zu Hans-Peter war die Reise wert! Wir wählten den Weg über die Landstraße und so mussten wir durch zahlreiche Ortschaften! Eine schöner als die andere! Hat da einer die Zeit angehalten? Gebäude die man bei uns in Deutschland mit viel Glück nur noch in einem Freilandmuseum sehen kann! Einfach nur schön! Leider sind die meisten Fotos aus dem fahrenden Auto nichts geworden! SORRY!

Leider war unser Zeitplan sehr eng gesteckt und so hatten wir für die schönen Sachen am Straßenrand keine Zeit! Wir mussten doch so schnell wie möglich zu Hans-Peter Rotschi! Leider war auch da der Zeitplan das große Problem! Peter und ich wären sehr gerne länger geblieben! Aber dass holen wir irgendwann mal nach! Und wie Hans-Peter schon sagt! Dann wird aber auch ans Wasser zum Boot fahren gefahren! Dass machen wir! Peter und ich hätten doch etwas mehr Zeit mit bringen sollen! Und so viel es uns beiden sehr schwer wieder ins Auto zu steigen und Tschüss zu sagen! Wir hätten uns noch Stunden lang Unterhalten können! Somit bleibt mir nur noch eins zu sagen bevor es nun endlich zum Baubericht geht!

Ein großes Dankeschön geht in die Schweiz an Hans-Peter Rotschi für seine Gastfreundschaft, das gesponserte Mittagessen und natürlich nicht zu vergessen dem wunderschönen Rumpf der in seiner Güte nicht zu übertreffen ist!

Zum Rumpf! Dieser besteht aus insgesamt 4 Teilen. Neben dem nass in nass gefertigten Rumpf mit Deckel bekommt man für sein Geld noch den Dachlüfter und eine tiefgezogene Cockpitscheibe mit GFK-Rahmen geliefert! Die Position des Dachlüfters ist bereits im Deckel als Vertiefung festgelegt und passt dort auf dem Millimeter rein. Am Cockpitrahmen sind schon Schnittkanten vorhanden die auch nachdem ausschneiden haargenau passt! Ich wurde in den letzten Tagen immer wieder per e-mail gefragt was der Spaß kostet! Aber dazu sag ich nichts! Fakt ist, der Preis klingt im ersten Moment viel zu hoch, jedoch ist dieser Preis gerechtfertigt. Die Qualität des mitgelieferten Zubehörs und des Rumpfes ist nicht zu übertreffen! Nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch wegen den zusätzlichen Stabilität erhielt der GFK-Rumpf eine Abschlusslage aus Kohlefaser. Damit das Gesamtbild im Innenraum stimmt, erhielt der Deckel eine schwarze Lage Glasfaser. Das spielfreie Kugel gelagerte Ruder wurde speziell für diesen Rumpf entwickelt und passt wie die Faust aufs Auge genau so wie die beiden Arneson-Antriebe.

1. Bauabschnitt

Für eine besser Befestigung des Ruder wurde der Ausleger ausgegossen! Dazu rührte ich das 24h Harz (L285/H285) an und verdickte es ganz leicht mit Baumwollflocken. Durch die Baumwollfasern bekommt das Harz eine besser Stabilität! Aber jetzt muss das Harz erstmal trocken bevor ich Löcher für die Ruderbefestigung machen kann!

In der zischen Zeit besorgte ich mir aus dem Baumarkt das Material für den Bootsständer. Dieser wurde einfach aus Lötmuffen und Kupferrohr zusammen gelötet! NEIN! Ich bin kein Heizungsbauer! Aber diese Methode hat sich nun mal bei mir am besten bewehrt! Ist sehr einfach, geht sehr schnell ohne große Vorbereitung/Nacharbeit und ist sehr stabil! Der Ständer erweist mir bereits in dieser frühen Baufasse wertvolle Dienst und Schütz das Unterwasserschiff vor Kratzer und Schrammen! Zu guter letzt klebte ich mit Hilfe eines Doppelseitigen Klebebandes mal das Ruder und einen Arneson Antrieb an!

2. Bauabschnitt

M1,6 Innensechskant – M2 Innensechskant - M2 Innensechskant-Linsenkopf

Die Qual der Wahl! Die M2 Innensechskant ist zu groß, die Senkkopf schaut zumindest schon mal besser aus, aber der Kopf ist noch breiter und passt somit nicht wirklich an den HPR115! Hab dann im Internet gesucht und habe einen M1,6 Innensechskant-Schraube gefunden! Diese passt optisch sehr gut! Aber ein M1,6 Linsenkopf wäre wie ein 6er im Lotto! Leider im Netz nichts gefunden! Bin noch auf eine M1,4 Innensechskant-Schraube gestoßen, aber bei 4,55 Euro pro Stück einfach zu teuer! Benötigen würde ich 25 Stück für den Rahmen der Cockpitscheibe. Macht zusammen 113,75 Euro zzgl. Fracht! Also geht die Suche weiter!

3. Bauabschnitt

Eine Entscheidung welche Schrauben ich für den Cockpitrahmen verwende ist noch nicht getroffen! Wäre ja auch zu schön! Hab Stundenlang im Internet Schraubenshops besucht, Anfragen gestellt und und und! Beim Augenoptiker um die Ecke vorbei geschaut, aber die haben leider nur Kreuzschlitz oder Schlitzschrauben. Dafür haben die wieder rum sehr kleine Köpfe. Ist jetzt aber erst einmal egal! Der Bau muss voran gehen und so wurde erst einmal der Scheibenrahmen mit Hilfe des Dremels mit einem Sicherheitsabstand zur eingeprägten Linie ausgeschnitten. Mit einem 1,5mm Bohrer wurden die Löcher gebohrt. Danach wurde der Rahmen (nur Außen) mit einer Feile optisch verfeinert. Anschließend richtete ich den Rahmen auf dem Deckel aus und bohrte an verschiedenen Stellen gleich die Schraubenlöcher. Mit Hilfe von 6 Schrauben fixierte ich den Rahmen und zeichnete mir den inneren Umriss mit einem Bleistift auf dem Deckel an. Dann kam wieder der Dremel mit dem Fräsaufsatz zum Einsatz! Jetzt ist ein großeres Loch im Deckel! MIST!

Jetzt war es mal wieder so weit! Ich saß eine gute Stunde vorm Rumpf und überlegte welche Schrauben ich verwenden sollte! Da der Rahmen ausgeschnitten ist und das Loch für die Cockpitscheibe in der Haube ist, kann man sich leichter ein Bild machen! M1,6er Kreuzschlitzschrauben mit einem Flachkopf von 0,6mm sehen von Nahen nicht schön aus. Somit werden es woll oder übel die M1,6er Innensechskantschrauben werden. Den Kopf werd ich an einer Drehbank etwas verkleinern. Aber später mehr! Da ich heute auf Stunden langes feilen keinen Lust habe, kümmerte ich mich lieber um das Auschneiden der Cockpitscheibe und das anbringen des Ruders. Die Scheibe (Lieferumfang) legte ich einfach außen auf den Deckel auf und zeichnete mir mit einem Edding den Umriss an und schnitt sie an Hand der Markierung mit der guten alten Lexanschere aus der RC-Car Zeit aus. Der Feinschliff muss auch hier warten! Ab zum Ruder. Auf den Ausleger klebte ich falsch rum Klebband an. Das Klebeband soll später am Rumpf kleben. Dazu einfach ein passendes Stück zurecht schneiden, verkehrt auflegen und mit zwei kleinen Klebestreifen fixieren. Jetzt mit einem spitzen Bleistift die Schraubenlöcher durch stechen. Anschließend den Ruderausleger an den Rumpf drücken! Vorher aber das Ausrichten nicht vergessen. Mit einem 1,5mm Bohrer wurden die Löcher vorgebohrt. Nach der Kontrolle wurde erst ein Loch auf 3mm aufgebohrt. Nach erneuter Kontrolle wurden anschließend Loch für Loch gebohrt. Sollte ein Loch vor dem aufbohren nicht 100%ig passen, so kann man das Loch noch mit einer Rundfeile an die richtige Stelle bringen. Ab zum Rudergestänge! Auch hier wurde erstmal mit einer Lehre die richtige Position gesucht und gefunden. Da ich den Rumpf so gut wie ich kann Scale aufbauen werde, entschloss ich mich, die Rudergestänge im gleichen Winkel wie vom Ruderausleger am Rumpf vorgegeben zu verlegen. Als die richtige Höhe und der richtige Winkel gefunden wurde bohrte ich auch hier erst mit einem 1,5er Bohrer vor. Danach steckte ich durch beiden Löcher das Rudergestänge durch und schraubte es mit Alukugelköpfen am Ruder fest. Dann war für heute so gut wie Feierabend! Vorm Fernseher machte ich mir noch Gedanken über die RC-Platte die ich verbauen will! Es sollen später mal so wenig Kabel wie möglich im Rumpf zu sehen sein und die Komplette Elektronik (Spannungsanzeige, Servo, Empfänger, Empfängerakku) mit wenigen Handgriffen schnell und einfach zu entfernen sein. Siehe Baubericht DEFCON1! Mit einem Stück Papier zeichnete ich mir ein paar Skizzen! Auf jeden fall werde ich zwei Servos verbauen um eine Spielfreie Scale-Anlenkung zu verwirklichen! Aber später mehr! Für heute ist Schluss!

3. Bauabschnitt

Nach Stunden langen feilen ist nun endlich das Cockpit fertig! Eigentlich wollte ich mich heute um die Deckelbefestigung kümmern! Dazu zentrierte ich den Deckel mit ein paar Streifen Pappe. Anschließend klebte ich den zu markierenden Bereich mit Klebeband ab. Mit der Hilfe eines Geodreiecks zeichnete ich links und rechts im gleichen Abstand parallel zum Deckelauschnitt jeweils eine Linie an (siehe Bild). Aber dann war schon wieder Schluss mit der Deckelbefestigung! Zuviele offene Fragen! Wollte den Deckel vorne mit 4mm Goldkontaktstecker und Buchsen befestigen. Ob das klappt? Na ja! Ich schlaf lieber nochmal eine Nacht und denke darüber nach! Da heute der Spantenspatz den ich bei Andy bestellt habe geliefert wurde, geht der Bau trotzdem weiter!

Die Heckspante passte noch nicht richtig und so musste ich dieses erstmal an den Rumpf anpassen! Anschließend raute ich die