Exocat mk3

Länge: 545mm - Breite: 180mm

Vertrieb: www.rc-raceboats.de

Motor: Lehner 1525/8

Regler: Hacker 70A mit Wasserkühlung

Akku: 10x GP2200 P&M by Hopf

Ruder: Profi Strutruder vom DrPyschoTeam

Wellenanlage u. Strut: Hopf

Prop: 34,5 o. 36er Carbon Prop von Graupner

Original Worte des Entwicklers und Hersteller:

Der ExoCat ist in Länge und Breite etwas gewachsen. Der Deckelausschnitt (extra groß) wurde hinsichtlich der Abklebbarkeit optimiert, Das Unterwasserschiff ist eine komplette Neukonstruktion.
Die ersten Fahrtests mit einem VX4L6 auf einen 29er Carbon lieferten bereits hervorragende Ergebnisse. Die Kurvenschwäche des MK1 ist mittlerweile behoben. Auf der Geraden macht das neu konstruierte Unterwasserschiff die Fuhre so leicht, daß wir sogar Ballast mit an Bord nehmen mußten. Besonderes Augenmerk auf einen Gewichtssparenden Aufbau ist für den Hobbypiloten damit passé - der MK3 läuft auch mit Standardkomponenten absolut atemberaubend.
Das gesamte Unterschiff liefert damit jetzt auch bei \\\"schwächerer\\\" Motorisierung ausreichend Auftrieb und ermöglicht ein "Fahren auf der letzten Rille" ;o)
Der MK3 ist bereits mit einem 17Turner und 7 Zellen zum Fliegen zu bringen.
Mit einem VX4L7 an 8 Zellen geht dann RICHTIG was los ;o)
Vom Volumen her können Antriebe bis max. 12 Zellen verbaut werden (was wir jedoch noch nicht getestet haben).
Auch ein kostengünstiger Aufbau mit zwei VX2L12-15 oder zwei 400er Büstenmotoren ist selbstverständlich möglich.


Euer JN

Der Bau:

Eckdaten für den Aufbau :

1.Tag

Wie bei jedem Boot stand als erster Bauabschnitt das abkleben der Lauffläche mit schwach klebenden Malerband und der Bootsständer auf dem Plan. Dazu gehe ich nicht näher ein, schaut einfach mal beim Baubericht der Micro Drifter oder Predator vorbei. Ich muss auch noch erwähnen, dass der Bau der Micro Drifter fürs erste auf Eis liegt da mir der Exocat optisch besser gefällt!

Wie ihr auf den oberen Bilder seht ist heute sehr viel geschehen! Aus einem 1,5mm Kohlefaserplatte schnitt ich zunächst ein Stück aus. Dieses Stück dient als Heckspantverstärkung und soll die Kräfte die aufs Ruder wirken aufnehmen. Zum einkleben hab ich 24h Harz angerührt und damit Baumwollflocken getränkt. Den Brei auf das Stück Kohle gestrichen und ab damit in den Rumpf. So werden kleine Unebenheiten ausgeglichen und die Heckspantverstärkung liegt sauber und blasen frei an. Ich glaube zum Thema Ruder anschrauben brauche ich keine Worte verlieren bis auf einen wichtigen Punkt! Bevor ihr den Rumpf durchlöchert überlegt euch genau wo das Ruder später mal sitzen soll! Ich habe es so hoch wie möglich gesetzt damit ich eine 37,5er Prop bzw. ums Ars..lecken einen 39er Prop unter den Ruderausleger bringe. Nimmt einfach ein Doppelseitiges Klebeband und klebt das Ruder mit montierten Sturt erstmal an. Rumpf auf eine ebene Tischplatte oder Glasscheibe legen und den Strut parallel mit einem Abstand von ca. 2mm fixieren. Jetzt könnt ihr noch probieren bzw. nach messen ob genügend Platz für den Prop bleibt. Beim 39er Prop bleibt nach oben keine Einstellmöglichkeit mehr übrig. OK! Bei meinem Motor sollte der 34,5er bzw. 36er genügend Schub bringen und bei der Lastdrehzahl auch super funktionieren. Nun aber weiter mit dem Programm! Ab zum Servohalter und Ruderanlenkung. Diese hab ich genau so wie bei der Micro Drifter gemacht. Die Anlenkung ist wie immer (wenn möglich) gerade ohne eine Biegung. Motorspant wurde auch bereits angefertigt und wird morgen als Kombination (Motor, Motorspant, Wellen) in den Rumpf geklebt. Die Durchführung fürs Stevenrohr steht ebenso für morgen auf dem Plan. Zum aufräumen der Werkstatt hatte ich keine Lust mehr! Dafür hat der Exocat ein breites Lächeln bekommen. Das lächeln kann unter Download heruntergeladen werden! Ach ja! Fast vergessen! Ein Stück 4mm Alurohr fürs Antennenrohr hab ich auch noch eingeklebt. Ratet mal mit was!!! Genau! Mit 24h Harz und Baumwollflocken.

2.Tag

Ein wichtiger Bauabschnitt wurde heute erledigt!

Der Servo wurde an seinem Platz montiert. Danach hab ich Motor und Zellen in den Rumpf gelegt wo sie später mal ungefähr sitzen sollen. Dann hab ich meinen Aluwinkel auf meine Arbeitsplatte gelegt und da den Exocat auf Höhe des Schwerpunktes drauf gestellt. Durch verschieben des Motor oder Akkus wurde der optimale Platz gefunden. Mit einem Bleistift habe ich mir die Position vom Motorhalter markiert. So, dann wurde es Zeit für den Wellendurchbruch. Dazu hab ich erstemal den Bereich mit Malerband abgeklebt. Dies hilft beim Anzeichnen und später sieht man am Rumpf keine Strich mehr. Man kann sogar ohne Probleme einen Wasserfesten Edding verwenden. Den Durchbruch hab ich ungefähr auf der Höhe der ersten Stufe gemacht. Mit einem 6mm Holzbohrer hab ich zwei Löcher in einem Abstand von 10mm gebohrt und diese abschließend mit der Rundfeile zu einem Langloch verbunden. Hier bitte sehr genau Arbeiten. Wie ihr am letzten Bild seht passt das Stevenrohr genau durch den Durchbruch und liegt hinten und vorne ohne sie zu verspannen am Tunnel an. Jetzt wieder 24h Harz mit Baumwollflocken anrühren und Motorspant und Stevenrohr mit dem Rumpf verkleben. Jetzt wird zwar jeder sagen das die Länge des Rohr noch zu lang ist, dass ist aber Absicht! Da der Teflonschlauch auf die Motorwelle passt und des Messingrohr darüber geschoben wurde, ist das Stevenrohr 100%ig gerade ausgerichtet. Gekürzt wird später! Über den Brei aus Harz und Baumwollflocken lege ich immer noch ein Glasgewebe darüber. Vorteil durch die Baumwollflocken ist, da sich das Gewebe nur sehr schwer im 90° Winkel verlegen lässt! Durch die Baumwollflocken liegt das Gewebe ohne Luftblasen an und so ist eine optimale Verbindung hergestellt. Jetzt muss ich aber leider den Rumpf für 24 Stunden bei seite legen! Ich hätte doch heute noch soviel Bock zum basteln. Aber naja! Machen wir halt am Rettungboot weiter (Bilder und Bauanleitung folgen)!

3.Tag

Heute ist nicht wirklich viel geschehen! Dafür war ich heute mit der Predator bei Wind, Wellen und leider auch Regen unterwegs und am späten Abend noch ne Stunde im Cat gebastelt. Aber ich stehe kurz vor der ersten Fahrt!

Als erstes hab ich den Motor wieder ausgebaut und das Stevenrohr auf die richtige Länge gekürzt! Anschließend wurde der Motor mit Kupplung wieder verbaut und die Flexwelle gekürzt. Achtet bitte beim Motor anschrauben was der Hersteller in seiner Anleitung stehen hat! Hier beim Lehner Motor dürfen die Schrauben nicht soweit in den Motor rein geschraubt werden. In der Anleitung steht das richtige Maß. Die Schraube hab ich durch den Motorspant gesteckt und die richtige Länge angezeichnet und gekürzt! Danach hab ich den Regler an den Motor angeschlossen und diesem im Rumpf vor dem Motor verstaut. Als nächster kümmerte ich mich noch um die Wasserkühlung. Der Wasserauslass hat seinen Platz wie eigentlich fast immer auf der linken Seite gefunden. Da wir mit dem Uhrzeiger fahren kann ich beim vorbei Fahren am Steg stehen ob die Kühlung funktioniert. Ums Staurohr, das hinter dem Prop kommt muss ich mich noch kümmern. Aber Der Kühlkreis im Boot steht bereits. Empfänger ist auch schon im Boot, muss aber noch Wasserdicht verpackt werden. Aber für heute ist erstmal Schluss!

4.Tag

So, das Staurohr hab ich mit Flüssigmetall an den Ruderausleger angeklebt! Vorher hab ich in den Ausleger kleine Mulden eingefeilt wo dann das Alurohr seinen Platz gefunden hat.

Da ich endlich mit dem Exocat ans Wasser will hab ich meine Akkus einfach mit Klettband am Boden befestigt! Dieses Klettband reicht mir fürs erste! Wird aber noch gegen einen Kohlefaser-Akkuschale ersetzt. Vom Tunnel aus kommt ein beweglicher Halter hin, mit dem die Zellen an den Boden gedrückt werden. So sollen sie hoffentlich auch nach einem Highspeed-Überschlag an ihrem Platz bleiben und somit im Innenraum keine Schäden anrichten!

Aber wie schon gesagt! Ich kann die erste Fahrt nicht mehr abwarten! Also Akku laden und ab ans Wasser!

1.Fahrt

Geil geil geil!

Ich hatte seit langem mal wieder weiche Knie am Wasser bekommen!

Der Exocat MK3 läuft wie auf Schienen und mit Vollgas um eine 90° Kurve. Trotz der großen Wellen und des starken Windes lieferte der Cat ein tolles Fahrbild! Erst zögerlich, dann doch mit Vollgas gegen den Wind! Jetzt müsste er doch endlich mal auf dem Dach liegen! Aber diesen gefallen hat mir der Exocat leider nicht erfüllt! Die Schnauze kommt zwar hoch und man meint er fliegt jetzt, aber irgendwie hat der Cat ESP eingebaut! Ohne vom Gas zu gehen macht der Cat alles von selbst und schiebt nur nach vorne! Am Steuerhebel muss man aber mit sehr viel Gefühl arbeiten (oder Expo einstellen). Der Cat braucht nur einen geringen Ruderausschlag! Ich hab den Weg bei der zweiten Fahrt auf 60% beschränkt und Expo auf 20% eingestellt!

Fazit

Ein schöner und schneller Cat mit sehr guten Fahreigenschaften!

Mit dem Exocat kann ein Anfänger so gut wie nichts falsch machen! Wenn der Schwerpunkt stimmt und der Strut 2mm parallel zu den Laufflächen steht, kann eigentlich nichts schief gehen. Man muss nicht mal aufs Gewicht achten! Trotz 10 Sub C Zellen bei der zweiten Fahrt läuft der Cat auf der Geraden nur auf der Schraube. Ich glaube, da muss ich sogar noch etwas an Zusatzgewicht mit an Bord nehmen!

Ich bin auch schon am überlegen mir noch einen Exocat zu holen und dort einen Lehner 1920 an 12 Zellen rein zu schrauben! Das höhere Gewicht sollte dem Exocat glaube ich nichts aus machen. Im Gegenteil! Er braucht das Gewicht und ich kann mir auch sehr gut Vorstellen, dass der Cat dann nicht wie andere Cats nur bei Glattwasser Spaß macht, sonder auch bei Wellen!

Speedmessung folgt noch!

Hier kann die Cockpitscheibe als Schablone heruntergeladen werden!


Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de Stand Mai 2005