Technische Daten:

Länge: 680 mm

Breite: 235 mm

Gewicht leer: 490 g

Vertrieb: Hopf-Modelltechnik

Motor: Lehner 1940/9

Regler: YGE-120-Navi

Zellenzahl: 14



Tipp: Alle Klebeflächen müssen vor dem verkleben gründlich mit Aceton gereinigt (Fettfrei gemacht) und mit einem groben Schleifpapier aufgeraut werden. Als Klebstoff empfiehlt RC-Silverboats 24h Harz (L285/H285). Haltet euch bitte genau an das Mischungsverhältnis wie es der Hersteller in der Gebrauchsanleitung an gibt um eine optimale Verbindung der zu verklebenden Teile zu gewährleisten.

Im Lieferumfang waren Rumpf und eine Sturtruderwellenanlage enthalten. Sowohl Rumpf als auch die Ruder- und Wellenanlage weisen eine gute Verarbeitung auf wie man es vom Hopf-Team kennt. Man könnte hier nur noch die Ruderanlage leicht verbessern. Gleitbuchsen für die Ruderachse würden die Ruderanlage stark aufwerten und somit die Qualität geringfügig erhöhen.

Bereits kurz nach der Lieferung des El Diabolo Cat’s wurde der Ausleger für das Ruder mit einem Brei aus 24h Harz (L285/H285) und Baumwollflocken ausgegossen. Für eine schwarze Farbe wurde dem Brei etwas gemahlenes Kohlefaserpulver untergerührt.

Mit einem Stück Klebeband (Kreppband) wurden die Befestigungslöcher der Ruderanlage auf dem Rumpf übertragen (Siehe Workshop). Dazu wurde zuvor natürlich die Mittellinie des Rumpfes ermittelt. An dieser wurde das Ruder ausgerichtet. Danach wurden die Löcher für die Befestigung mit einem 3mm Bohrer gebohrt und im Anschluss daran das Ruder mit der Strutwellenanlage mit M3er Edelstahlschrauben angeschraubt. Nun konnten die Position für die beiden Gestängedurchführung der Ruderanlage ermittelt und mit einem Stift markiert werden. Mit dem Multischleifer wurden vorsichtig beide Öffnungen mit einen Durchmesser von 7mm in das Heck gefräst.

Das Gewinde der beiden Rudergestänge wurde passend gekürzt und mit Aluminium Gelenkköpfen versehen. Die beiden Alu-Köpfe sehen am Boot nicht nur gut aus, sie ermöglichen auch eine möglichst genaue und spielfreie Anlenkung. Zwei Messingröhrchen mit einem Durchmesser von 7mm wurden als Durchführungen fürs erste mit Sekundenkleber am Rumpf fixiert. Damit die Durchführung auch Wasserdicht sind, werden nach dem einkleben mit 24h Harz vom Innenraum her 2 Gummifaltenbälge aufgesteckt. Durch die beiden Faltenbälge bleibt das Boot im Innenraum trocken und die beiden Gestänge können ohne großen Kraftaufwand arbeiten. Ein Spezial-Servo kommt als Lenkservo ins Boot. Durch die sehr flache Bauhöhe kann das Servo stehend eingebaut werden. Dies macht die beidseitige Anlenkung auf das Ruder möglich. Eine doppelte Anlenkung ist bei einer Ruder-Strutwellenanlage sehr zu empfehlen.

Servodaten:

Type: Bluebird BMS-705 MG

Low-Profile-Servo – Metallgetriebe – Kugellager

Drehmoment: 60 Ncm

Länge: 42,8mm; Breite: 21,5mm; Höhe: 23,6mm

Motordaten:

Typ: Lehner 1940/9

Umdrehung: 1742 U/min pro Volt (Lastdrehzahl)

Länge: mm; Durchmesser: mm

Motorwelle: 5mm

Am nächsten Tag stand die Herstellung der Servobefestigung und des Motorspants auf dem Plan. Dazu wurde eine 2mm Kohlefaserplatte auf einer Seite mit Klebeband beklebt. Nachdem die Servo-Platte angezeichnet war, wurde sie mit Hilfe einer Stichsäge ausgesägt. Mit einem feinen Metallsägeblatt ist dies sehr gut möglich. Die Aussparung für den Servo wurde mit dem Mulitschleifer und einer Trennscheibe bewältigt. Die Feinarbeit wurde per Hand und einer Feile erledigt. Der gleiche Arbeitsschritt wurde beim Motorspant wiederholt. Die beiden Lüftungsschlitze sollen den Brushless (BL) Motor etwas mehr Kühlluft verschaffen. Sollte der Motor trotz der Wasserkühlung zu warm werden, kann so auch noch nachträglich ein kleiner elektrischer Lüfter zum Einsatz gebracht werden. Für die nächsten Arbeitsschritte muss der Schwerpunktes des El-Diabolo Cat’s ermittelt werden. Dieser liegt bei .....mm.

Tipp: Aufgrund der unterschiedlichen RC-Komponenten (Motor, Zellenzahl) die zum Einsatz kommen, empfiehlt RC-Silverboats bezüglich des Schwerpunktes, die Positionierung der Komponenten bereits vor dem Bau grob fest zu legen. Das heißt, alle Bauteile werden unverbaut an ihren zukünftigen Platz in den Rumpf gelegt. Durch verschieben von Motor, Regler oder Zellen kann so die Grundeinstellung des Schwerpunktes (SW) sehr einfach gefunden werden. Es sollte auch gewährleistet sein, dass durch verschieben der Akkupacks am Wasser der Schwerpunkt noch geringfügig in beide Richtung möglich ist.

Da nun die Position des Motors fest stand, konnte der Wellendruchbruch im Rumpfboden in Angriff genommen werden. Dieser liegt bei diesem Projekt und verwendeter Hardware bei 185 – 205mm. Das Stevenrohr (Wellenrohr) soll nach Möglichkeit so flach wie nur irgendwie möglich aus dem Rumpf geführt werden. Für die Durchführung wurden zwei 7mm Löcher in Boden gebohrt und im Anschluss mit einem Multischleifer und einer Trennscheibe zu einem Langloch verbunden. Nun kommt die Strutwellenanlage zum Einsatz. Der Struthalter wurde am Ruder befestigt und erhielt seine Grundeinstellung. Der Abstand zur gedachten Wasserlinie (Tischplatte) beträgt ca. 2 – 3mm. Danach musste das Messingrohr der Wellenanlage gebogen und auf die richtige Länge gebracht werden. Um das Rohr leichter biegen zu können, wurde es an der zu vor markierten Stelle mit einer Lötflamme ausgeglüht. Der Bogen sollte sehr flach ausfallen damit die Flexwelle ohne große Reibungsverluste arbeiten kann. So vorbereitet konnte das Stevenrohr in den Rumpf eingepasst werden. Dazu musste der Wellendurchbruch geringfügig verlängert werden und liegt somit bei 165 – 205mm.

Mit der aufgesteckten Kupplung und einem 5mm Bohrer wurde der Motorspant im Rumpf ausgerichtet und mit Baumwollflocken die vorher in Sekundenkleber getränkt wurden fixiert. Der Wellendurchbruch erhält aus optischen Gründen eine 2mm Kohlefaserplatte als Verstärkung eingeklebt. Dazu später mehr.

Im Bereich des Motorspantes wurde der Rumpfboden mit einer Lage Kohlefasergewebe verstärkt. Dieses Arbeitsschritt hätte auch großflächig vor dem einkleben des Motorhalters erledigen werden können. Aber so sitzt der Motor geringfügig tiefer. Über das Kohlefasergewebe wurde noch eine Glasfasermatte über laminiert. Als Harz wurde hier 24h Harz (L285/H285) verwendet. Nun musste der Rumpf für mindestens 12 Stunden bei Seite gestellt werden.

Die RC-Platte musste auch irgendwie im Rumpf befestigt werden. Dazu wurde aus einer 6mm starken Kohlefaserplatte kleine Plättchen ausgeschnitten und erhielten jeweils in der Mitte eine 6mm Bohrung. In diese Bohrung wurden Stoppmuttern (M3) eingeschlagen und im Anschluss an die Platte geschraubt. Mit Sekundenkleber wurden die Befestigungsplatten im Rumpf fixiert. Kleine Abstandshalter werden zu einem späteren Zeitpunkt erstellt. Für heute ging das Licht im Hobbyraum aus.

Nach dem einkleben des Motorhalters waren mehr als 12 Stunden vergangen. So konnte der Motor in die El-Diabolo eingebaut werden. Mit der Kupplung und einem 5mm Bohrer wurde das Stevenrohr ausgerichtet und im Anschluss daran mit einem Baumwollflockenharzbrei verklebt. Für die schwarze Farbe des Brei sorgt gemahlenes Kohlefaserpulver das dem Harz unter gerührt wurde. Zur Sicherheit kam noch eine Lage 48g/m² Glasfasergewebe darüber damit der Rumpf auch Wasserdicht ist bevor die Kohlefaserabdeckung aufgedrückt wurde. Mit dem restlichen Brei wurden die Befestigungssockel der RC-Platte und der Antennensockel mit dem Rumpf verbunden.


Am nächsten Tag konnte die komplette Elektronik in den Rumpf eingebaut werden. Der Empfänger versteckt sich unter der Servoplatte. Das Rudergestänge wurde eingestellt, die 3,2mm Flexwelle auf die richtige Länge gekürzt und mit einer Kupplung an die Motorwelle geschraubt. Im Anschluss daran wurde das Spaltmaß an der Druckscheibe der Wellenanlage eingestellt und ein 42er Carbon Propeller von Graupner mit der Dog Drive Aufnahme angeschraubt. Der nun noch fehlende Regler wurde mit Hilfe von selbstklebenden Klettband am Boden befestigt und auf die Fernsteuerung programmiert. Bevor es nun endlich ans Wasser gehen konnte, stand noch die Wasserkühlung für Motor und Regler auf dem Plan. Dabei sollte man achten, dass die Wege zu kurz wie möglich gehalten werden. Der lange Weg vom Heckspiegel bis zum Regler wurde mit einem 4mm Alurohr überbrückt. Dieses Rohr wurde natürlich wie alles im Boot mit 24h Harz eingeklebt. Der Wasserauslass findet auf der linken Seite der El Diabolo seinen Platz damit beim Vorbeifahren die Funktion der Kühlung überprüft werden kann.


Jetzt musste der Cat leider noch bis zum Wochenende auf seine erste Fahrt warten. In dieser Zwischenzeit kann das Harz richtig aushärten. Je nach Temperatur sind dazu 48 Stunden nötig.


1. Fahrt – Ein rabenschwarzer Tag

Mit dem Lehner 1940/9 an 14 Zellen bringt der Cat 20960g auf die Waage. Für die erste Fahrt wurde eine 42er Carbon Prop von Graupner montiert. Die ersten Runden wurden vorsichtig in Angriff genommen. Die Lenkung funktioniert gut, der Geradeauslauf ist sehr gut. Prima, Hebel auf dem Tisch (Vollgas). Das GPS-Gerät zeigte bis zum Feintkontakt 73km/h an. Ende der 1. Dienstfahrt.


Der Schaden schaut auf den ersten Blick schlimm aus, ist aber schnell wieder repariert. Jetzt bekommt das Deck auch die eigentlich geplante Verstärkung aus Kohlefasergewebe verpasst. Bei die weitere Produktion wäre es vielleicht nicht schlecht, hier eine weiter Gewebeschicht ein zu laminieren. Es kommt mir auch vor, dass das Gewebe nicht richtig mit Harz getränkt war. Aber egal. Ab ans reparieren.



Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de - Stand Juli 2007