Defcon1 – Mal ein etwas anderer Cat!

Eigenbau von Brusherandy

Technische Daten:

Länge: 990mm; Breite: 340mm; Gewicht (Lackiert): 1020 g; Zellenzahl: 24 – 32; Klasse: Hydro III

Vorwort:

Es war wirklich Liebe auf dem ersten Blick!

Im Hydroworld-Forum sah ich den Cat unter einen Usernamen als Bild das erste mal und ich musste Andy sofort kontaktieren! „Ich könnte sofort für wenig Geld einen haben.“ OK! Einen so großen Cat wollte ich eigentlich nicht haben! Der Preis stimmte und ich konnte nicht wiederstehen! Wollte eigentlich mehr bei Hydro II bleiben. Aber ich schwebte nun mal wieder im 7. Modellbauhimmel. Anfang September 2004 beim IDC Rennen in Lehnin war es dann auch soweit! Ich hielt den Cat (damals noch ohne Namen) in Händen. In Echt noch viel schöner und mit Worten kam zu beschreiben!

Aber leider hatte es einen kleinen Hacken!

Andy gab mir keine Garantie ob das Teil auch wirklich wie ne Drifter M etc. läuft!

Es ist halt noch ein Prototyp und braucht bestimmt noch hier oder da ne kleine Abänderung!“ Aber das machte mir nichts aus! Es ist halt mal ein ganz anderer Cat! Keine Drifter, keine Isiklar! So was gab es bis jetzt noch nicht!

Spannungsanzeige

  • für 4 und 5 Akkuzellen (einstellbar)

  • mit und ohne Akkuweiche (einstellbar)

  • mit und ohne Wackelkontakterkennung verwendbar (einstellbar)

  • Mikroprozessorsteuerung

  • sehr einfache Einstellmöglichkeiten

Hardware:

Motor: 2250/12 (560 g)

Regler: Schulze 40.160WK (225 g)

Zellen: 28x 1700er und 2400 Sanyo P&M by Hopf

Ruder: mini Hydroruder von MHZ

Strut: Hydro&Marine (wurde umgebaut)

Welle: 4,7mm Flexwelle mit Dog Drive

Empfänger: Jeti Rex 5

Empfängerakku: 5x 1100er GP's

Servo: Conrad S-771 BB

Spannungsanzeige: чP-Spannungsanzeige von PR – Electronic

MHZ – mini Hydroruder

  • stabiler Ausleger

  • Wasseraufnahme im Ruderblatt

  • komplett 120mm lang

  • Ruderblattlänge 130mm

  • Breite Ausleger 70mm

  • 4,7mm Flexwelle mit Struthalter und Drivedog



Heckspant verstärkt & Akkuhalter

Heute habe ich mit Hilfe einer CFK-Platte den Heckspant verstärkt. Jetzt heißt es 24Std. warten. In der zwischen Zeit ging ich an den ersten Versuch einen CFK – Akkuhalter zu machen!

Die Akkus sollen dieses mal ohne Klettband befestigt werden. Die Zellen sollen nur im Halter liegen und in der Mitte mit einer Klettschlaufe oder Kabelbinder befestigt werden, damit sie fest am Rumpf verankert sind und bei einem Abflug auch dort bleiben!

Hier geht es zur Bauanleitung CFK-Akkuhalter!



Die RC-Platte

In den letzen Tagen, Wochen und Monaten habe ich mir den Kopf über die einzelnen Komponenten (Hardware) für den Rumpf zerbrochen. Ich entschied mich für das neue mini Hydroruder von MHZ, dieses arbeitet demnächst an einem Conrad S-751BB Servo (Sellkraft bei 6V 82Nm, Abmessungen 44 x 23 x 25 mm, Gewicht 35g). Über den Rest, also Motor und Regler mache ich mir immer noch sorgen! Aber es ist ja noch viel Zeit bis der Frühling kommt! Aus dem eBay habe ich noch letzte Woche eine Spannungsanzeige für den Empfängerakku ersteigert da mir die Lösung von Robbe, Graupner, usw. nicht so gefallen hat. Irgendwo muss ich doch noch eine Ein-Ausschalter mit Ladebuchse für den Empfängerakku haben! Gefunden und somit konnte es endlich los gehen! Habe heute aus einem Karton eine Schablone für den Servohalter gemacht, damit ich sehe wie ich alles am besten anordne (Soll ja nicht nur außen gut Aussehen!). Morgen säge ich aus einer Kohlefaserplatte den Halter aus.

Die Schablone mit Spannungsanzeige, Servo und Schalter bei der Probe im Rumpf! Den Karton muss man sich in Kohle vorstellen! Die Kabel wird man später nicht mehr sehen bis auf dass, das zum Regler geht!

Die RC-Platte – Teil 2

Heute habe ich die Schablone auf eine CFK-Platte übertragen, Löcher in die Ecken gebohrt und anschließend mit einer Laubsäge ausgeschnitten. Danach wurde kräftig gefeilt bis alle Komponenten genau in die Ausschnitte passten.

Die RC-Platte kann mit lösen von 4 Schrauben und dem abnehmen des Ruderhorns komplett, also mit Empfänger und Empfängerakku, in wenigen Minuten aus dem Rumpf ausgebaut werden!

Die RC-Platte – Teil 3

Heute wurde die RC-Platte bis aufs einkleben fertig gestellt!

Dazu habe ich schon am vor Tag von einem CFK-Rohr kleine Stück mit 2,5cm Länge abgeschnitten und mit 24h Harz und Micro Ballons fest mit der Platte verklebt. Heute habe ich den Halter der an den Heckspant kommt mit Hilfe einer Laubsäge ausgesägt und mit der Feile passend gemacht bis die Platte ohne Spiel in den Schlitz passte! Aus drei kleine Plättchen (CFK), habe ich auch bereist am Vortag mit Harz zusammen geklebt, diese heute mit Löcher versehen und von einer Seite auf 6mm aufgebohrt und M3 Stoppmutter eingeklebt. Jetzt wartet die Platte aufs einkleben in den Rumpf.

Die RC-Platte – Teil 4

Endlich ging es mal wieder weiter!

Die RC-Platte wurde mit 24h Harz in den Rumpf geklebt!

Anschließend hab ich mich um die Motorhalterung gekümmert und dazu mit Hilfe einer Stichsäge, Laubsäge und verschiedener Feilen einen schönen Halter aus 2,5mm dicker Kohlefaserplatte gemacht!

Die RC-Platte – Teil 5

Die RC-Platte ist ja seit dem letzten Bautag fest im Rumpf. Heute wurden die Abschlussarbeiten an der Platte vorgenommen! Also Ruder angeschraubt, die bestückte RC-Platte ebenfalls angeschraubt um sich anschließend um das Rudergestänge zu kümmern! Dazu hab ich wie immer (um eine Spielfreie Lenkung zu erhalten) auf zwei Schubstangen, die an einem Ende ein M2-Gewinde haben, die Alugelenkköpfe aufgeschraubt. So vorbereitet wurden sie für einen ersten Test in den Rumpf eingeführt. Leider muss ich dieses mal das Gestänge biegen! Dass versuche ich wenn möglich eigentlich zu vermeiden! Ging halt leider diesesmal nicht! Jetzt noch das Gestänge auf die richtige Länge kürzen und dann hoffentlich für immer ab damit in den Rumpf. Das Ruderhorn ist hier aus Alu. Das Fahrgewicht wird mal 4 – 4,5 kg haben und da reicht einfach kein Kunststoffhebel mehr. Es ist auch darauf zu achten, dass der Servo genügend Stellkraft hat! Meiner hat leider bei 6 Volt nur 5,5kg Stellkraft und ist somit schon fast zu wenig. Jetzt noch den Wellendurchbruch vorbereiten und dann ist Schluss für heute! Dazu hab ich mit Malerband den Bereich am Tunnel abgeklebt. So konnte ich nun mit Hilfe eines Edding und dem Geodreieck die Position ermitteln und mit Hilfe des Akkubohrers und dem Tremmels den Druchbruch machen!

Fertigstellung - Heute soll der Cat endlich fertig werden!

Dazu wurde nochmal der Schwerpunkt überprüft. Egal ob bei 28% oder 30%, ich kann die Zellen bei biden Schwerpunkten noch richtig Heck schieben! Gut! Somit kümmerte ich mich als nächsten Punkt um das Biegen des Stevenrohrs. Die Biegung soll so flach wie möglich mit einem gleichen Radius gebogen werden! Dieser Arbeitsabschnitt konnte ich abhacken. Jetzt wurde der Motor mit dem Motorhalter verbunden und an seinem zukünftigen Platz gesetzt. Mit Hilfe der Flexwelle hab ich den Neigungswinkel des Motors ermittelt und den Halter mit ein paar Tropfen Sekundenkleber fixiert. Nach dem aushärten des Sekundenklebers wurde der Motorhalter und das Stevenrohr fest mit 24h Harz und Glasfasergewebe fest mit dem Rumpf verbunden. Damit das Glasgewebe in der Ecke auch schön und ohne Luftblasen anliegt habe ich vorher mit Hilfe vom 24h Harz und Füllstoff (Baumwollflocken) aufgefüllt. Anschließend legte ich das Glasfasergewebe darüber. So, jetzt muss ich nochmal 24 Stunde warten.

Endlich im Wasser

DEFCON1 endlich im Wasser! Vorher hab ich aber noch den Motor am Halter angeschraubt, die Flexwelle auf die richtige Länge gekürzt und mit Hilfe einer Spannzangenkupplung mit der Motorwelle verbunden. Parallel dazu wurden schon mal die Akkus geladen. Jetzt noch schnell Regler mit Motor verbunden, noch einen kleinen Funktionstest und Reichweitentest und dann ab damit ans Wasser. Dort angekommen erstmal mal für alle Fälle das Schlauchboot aufgepumpt. Dann Akku angeschlossen, Deckel abgeklebt und ab damit ins Wasser!

Bei der Fahrbereit macht der Cat einen super eintrug! Er läuft sehr stabil, gerade und auch in den Kurven kein schaukeln, kein einhacken, nichts! Mit Vollgas in die Kurve und um die Kurve! Schön! Leider bin ich beim Speed noch nicht zu begeistert! Bei der ersten Fahrt hatte ich einen 51er Carbon – Prop drauf. OK! Der Cat springt schon mit dieser Schraube innerhalb von 1 Meter auf die Wasseroberfläche. Einem Tag später hab ich dann eine 54er Schraube montiert und das GPS mit an Bord gelegt! 75,8km/h für den Aufwand noch zu langsam! Vom Fahrbild her kann ich nur sagen GEIL! Aber schneller muss er noch werden. Bei 28 1700er Sanyos habe ich eine Fahrzeit von 3 Minuten und 14 Sekunden! Also sollte Geschwindigkeis mäßig schon noch mehr drin sein!

Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de Stand August 2005