Bandit S


Technische Daten:

Länge: 718 mm

Breite: 230 mm

Gewicht leer: 719g m. Deckel

Gewicht Deckel: 75g

Besonderheit: CFK-Rumpf

Vertrieb: BK-Electronics

BL-Setup: VIPER600/1800

Zellenzahl: 16



Ich will hier jetzt nicht über BK lästern, aber mit der Qualität des Rumpfes bin ich nicht zufrieden. Ich kann nur hoffen, dass die Kohlefaserrümpfe im BK-Shop für die 285 € eine besser Verarbeitung aufweisen. Dieser Rumpf wurde allerdings bei einer Internetauktion erstanden und im Text wurde auf kleine Mängel hin gewiesen. Aber hier liegt in meinen Augen ein etwas größerer Fehler vor! Ich kann jeden der schon den ein oder anderen Rumpf mit Kohlefasergewebe tapeziert hat nur empfehlen, eine reinen Glasfaserrumpf zu ordern (falls im Lieferprogramm) und ihn selber mit einer Lage Kohlefaser zu verstärken. Unterm Strich kommt man auf das gleiche Geld und wer sich hier Zeit lässt und sauber arbeitet, der sollte eine schönere Oberfläche im Innenraum erhalten. Aber wahrscheinlich muss ich meine Anforderungen wieder etwas runter schrauben. Bin leider durch den HPR06 eine besser Qualität gewohnt.

Schon einige Tage zuvor hab ich bereits den Heckspant im Bereich des Ruderausleger mit einem Brei aus Baumwollflocken und 24h Harz ausgegossen. Heute stand das Anbringen des Ruderauslegers auf dem Plan. Dazu hab ich mir als erstes die Mittellinie angezeichnet. Da ich den Ruderausleger um 3mm nach rechts versetzten werde, zeichnete ich mir parallel zur Mittellinie eine weiter Linie an. Mit meiner Klebeband Methode übertrug ich die Befestigungslöcher des Ruderauslegers auf das Heck der Bandit. Nach dem ankörnen der Löcher bohrte ich diese erst mit einem 2mm Bohrer vor. Nach einer letzten Kontrolle der Löcher bohrte ich sie auf 3mm auf. Danach schraubte ich den Ausleger zum ersten mal an den Rumpf. Nun drehte ich den Rumpf und kümmerte mich um den Wellendurchbruch. Dazu zeichnete ich mir an der Mittellinie ein (siehe Bild). Nun musste ich das Wellenrohr an den Rumpf anpassen. Dazu wurde es im Bereich der Biegung ausgeglüht. Durch diese Maßnahme lässt es sich leichter biegen und somit einfacher an den Rumpf anpassen. Bevor ich es gebogen habe, führte ich den Teflonschlauch und die Flexwelle ins Rohr ein. Aber für Heute ist genügend passiert. Licht aus, Feierabend.

Servo- und Motorhalter standen heute auf der Tagesordnung. Zur leichteren Demontage des Servos klebte ich an der Rückseite Stoppmuttern an. In vier kleinen 6mm Kohlefaserblättchen setzte ich M3 Stoppmuttern ein und klebte sie mit 24h Harz (L285/H285) und Baumwollflocken am Rumpfboden fest. Den Motorhalter fertigte ich aus einer 2mm Kohlefaserplatte an und fixierte ihn mit Sekundenkleber am Boden. Mit montierten Motor richtete ich das Wellenrohr aus. Dazu steckte ich die Wellenkupplung für eine 4mm Welle auf. Statt der Welle kam ein 4mm Bohrer zum Einsatz. So konnte ich das Wellenrohr vor dem einkleben noch mal ausrichten und stellte so die Passgenauigkeit her. Dann wurde das Wellenrohr in den Rumpf ein laminiert. Nun musste ich den Rumpf leider für mindestens 12 Stunden bei Seite legen.

Am nächsten Tag entfernte ich den Motor und laminierte im Anschluss den Motorhalter ein. In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um die Wasseraufnahme. Diese entstand aus einem 4mm Alurohr und wurde am Ruderausleger mit einem Flüssigmetall-Epoxid fest geklebt. Vorher erhielt der Ausleger eine kleine Kerbe damit das Alurohr mehr Klebefläche zur Verfügung hat. Im Heckbereich wurde ein Alurohr eingeklebt. Dieses führt das Wasser durch den Rumpf bis hin zum Motorhalter. An der linken Seite klebte ich den Wasserauslass ein.

Nach weiteren 12 Stunden stand die Endmontage auf dem Plan. Der VIPER600/1800 wurde montiert und am Regler angeschlossen. Motor und Regler wurden mit dem Wasserkühlkreis verbunden und auf seine Dichtheit hin überprüft. Jetzt fehlt nur noch die Akkubefestigung und dann kann sie kommen! Die erste Fahrt.

Die Kunst, einem Rennboot das "Rennen" beizubringen, ist normalerweise die einfache Summierung der einzelnen Baugruppen sowie deren sinnvolle Anordnung zueinander:

Rumpf + Ruder + Wellenanlage + Antrieb + RC-Komponenten + modellbauerisches Können = Rennboot.

Viel Spaß beim Bau eures Bootes!

Diese Bauanleitung ist wie immer ohne Gewähr!

www.rc-silverboats.de - Stand März 2007